Die Frage ist, lohnt sich der Aufwand, Zeit und Geld in die Fahrzeuge stecken.
Hallo Jürgen,
meines Erachtens nur, wenn du eines davon selbst fahren möchtest. Meine Herangehensweise wäre: Das beste / gefälligste von den dreien behalten und versuchen, die anderen zwei im Ist-Zustand (ggf. ganz kleine Arbeiten wie Säubern, rollfähig machen, gute Fotos etc.) weitergeben. Wenn du auf ne schnelle Mark aus bist, ganz klar Finger von lassen.
Wie sieht das Innenleben im Motor aus, Hybros usw. Die Motoren wurden nicht mehr bewegt.
Sind Dichtungen ausgehärtet oder porös?
Weiter geht's mit Benzinpumpe, Bremssättel, usw.
Funktioniert die Monomotronik oder die k-jetronik nach der langen Zeit noch oder ist hier alles verhartzt.
Alles Glückssache, kann man nicht sagen ohne es zu sehen. Feuchtigkeit und wechselndes Klima begünstigen solche Stand-/Alterungsschäden.
Tendenziell ist die Monospritze eher unempfindlich. Bei der K(E)-Jetronic verharzt gerne der Steuerkolben, das ist nicht mal eben so repariert. Wahrscheinlich wird der uralte bakterienzersetzte Sprit aus Leitungen und Tank müssen, alleine das ist schon ziemlicher Aufwand.
[Ab hier Offtopic]
[...] ich scheue die Wandler wie der Teufel das Weihwasser
die gab es damals mit dem Quattro Antrieb auch nicht in Kombination, vermutlich aus gutem Grund?
Was sieht der Wartungsplan für einen Ruckomaten zyklisch vor? Ich hab da keinen Schimmer 😀
Hätte es geben können. Ich vermute marktpolitische Erwägungen. Der Avant wurde bspw. auch erst ab MJ94 mit dem 2.8er angeboten, weil die prognostizierte Nachfrage davor zu gering war.
Im C4 konnte Allrad + Automatik regulär geordert werden. Hier wurde dann allerdings das ZF-Getriebe 4HP18 ("01F") statt der VW/Renault-Eigenentwicklung ("097") verbaut. Laut Selbststudienprogramm 112 ist das "097" zwar allradfähig, aber offensichtlich ging es aus mir unbekannten Gründen nicht in Serie.
Ich habe mal einen B4 Avant 2.8 Automatik mit Allrad im Netz gesehen. Laut PR-Datenträger ein Versuchsfahrzeug aus dem MJ92, also vor Serienfertigung des Avant ab MJ93. Allerdings weiß ich nicht, welches Getriebe (097 oder 01F) hier verwendet wurde. Technisch möglich gewesen wäre es also.
Der ursprüngliche Wartungsplan sieht einen ATF-Wechsel alle 60.000km oder 4 Jahre vor, sowie jährliche Kontrolle des Differentialölstands. Im späteren Verlauf wurde das 4-Jahres-Intervall und die Ölstandskontrolle lustigerweise gestrichen. Ich vermute, letzteres war ein Relikt aus der Zeit der 3-Gang-Automaten, die schon wenige Jahre nach dem Kauf wegen fehlendem Achsöl öfter mal über den Jordan gingen. Bei den neueren 4-Gang-Ruckomaten ist das eigentlich unproblematisch.
Das verstehe ich auch nicht. Die 4 Stufen Ruckomatik geht eigentlich nie kaputt. Wenn, dann wird es spannend....
Automatik AAH NG2, ABC Schalter
Das stimmt schon, sie sind im großen und ganzen bis auf ein paar Elektronikkleinigkeiten ziemlich robust. Aber im Alter hat das Getriebe häufig mit inneren Leiden zu kämpfen. Die Betätigungskolben der Lamellenkupplungen haben eine aufvulkanisierte Dichtlippe. Diese zersetzt sich im Laufe der Zeit, wodurch eine ungewollte Undichtigkeit entsteht und der Schaltdruck nicht mehr richtig aufgebaut werden kann. Es fehlt dann irgendwann der Kraftschluss, der Motor dreht kurzzeitig oder bei fortschreitender Undichtigkeit dauerhaft ins "Leere". Meiner Beobachtung nach tritt es besonders häufig bei den Getrieben vor 11/1992 zwischen Fahrstufe 2 und 3 auf. Evtl. lässt sich der Prozess durch regelmäßige ATF-Wechsel (frische Additive) verzögern.
Ich vermute hier übrigens auch die Ursache für den bekannten Ruck zwischen Stufe 3 und 4. Da hier der Wandler nicht mehr dampfend mitarbeitet, muss für einen weichen Schaltvorgang der definierte Schaltdruck präzise aufgebaut werden. Kleinste Undichtigkeiten reichen meiner Überlegung nach aus, damit der Schaltvorgang unsauber (ruckend) wird. Ich lasse mich aber gerne von einem Getriebespezialisten eines besseren Belehren... 