Riesige Probleme an meinem NG 5Zyl

  • Die Videos kenne ich auch. Ich drehe trotzdem nicht ohne Grund an der Schraube.

    Eigentlich habe ich noch nie daran gedreht... ;)

    Wenn ich das richtig verstehe, verstellt man damit das lambda-Verhältnis bei hoher Last.

    Ich habe keinen Prüfstand, und kein lambda-tool.... ;)

    Das ist auch nicht anzuraten, da bin ich bei dir. Man verändert dort den Differenzdruck. Konkreter das Regelfenster (oberer und unterer Anschlag) in dem der Drucksteller den Benzindruck verändern kann. Das ist für alle Betriebszustände relevant.


    Nach dem Verstellen ist mindestens das Einregulieren an der berühmten "CO-Schraube" am Luftmengenmesser notwendig, da sich durch die geänderten Druckverhältnisse auch die Gemischzusammensetzung ändert.


    Trotzdem bleibt ein Problem: Bei Volllast fährt die KE ohne Lambdaregelung, d. h. stumpf nach programmierten Kennwerten. Diese setzen einen korrekt eingestellten Differenzdruck voraus, um das angestrebte Volllast-Lambda-Verhältnis zu erreichen.


    Das Einstellen des Druckstellers geht nur mit zusätzlicher Breitbandlambdasonde und/oder präzisem Manometer, deshalb auf keinen Fall willkürlich dran herumdrehen.


    Wenn ich mir das erste Video so anschaue, wirkt es fast so, als hätte jemand den Drucksteller schon verstellt, aber das kann man nur mutmaßen.


    Ich würde so weiter vorgehen:

    - Klopfsensor pauschal erneuern wenn er alt ist (Bosch, mit exakt 20Nm anziehen)

    - ZZP einstellen im Diagnosemodus

    - Druckstellerstrom messen (Anschlussleitung kann man mit Junior Power Timer Crimpkontakten / Steckern herstellen) und Ergebnis hier teilen


    Weitergehend:

    - weiter nach Falschluft mit Nebelmaschine suchen und testweise Kurbelgehäuseentlüftung verschließen (hierüber kann auch Falschluft gezogen werden, genau wie über den Aktivkohlefilter)

    - wenn bis hierhin keine Auffälligkeiten sind: Manometer besorgen für Prüfung von System- und Differenzdruck (gibt anschlussfertige Prüfsets im Netz für Mengenteiler, Selbstbau geht aber auch, Manometer sollte auf 0,05bar genau ablesbar sein)


    - wenn dann immer noch alles unauffällig ist, kann man noch u. A. Stauscheibenpoti, die Einspritzmengen und den Höhengeber prüfen.


    Die leichten Zischgeräusche sind bei KE normal, m. M. n. sind das Strömungsgeräusche an der Stauscheibe vom Mengenteiler.

  • Wenn man den Stecker vom Temperatursensor abzieht, und der Motorlauf im warmen Zustand ändert sich kaum, dann ist der Sensor wahrscheinlich hinüber oder ein falscher ist eingebaut. Abgezogener Stecker heißt unendlicher Widerstand und somit für den Motor, dass der Motor sehr sehr kalt ist. Die KE läuft dann im Warmlaufmodus.

    Wenn ich bei meinem PS den Stecker vom Temperatursensor in warmen Zustand abziehe, dann qualmt es hinten schwarz, so fett läuft er dann.

    Es würde auch Sinn ergeben, dass der Motor mit abgestecktem Drucksteller besser läuft, da das Steuergerät die fehlerhafte Temperaturinformation nicht versucht zu korrigieren.

    Verschiebe nichts auf Morgen, was du auf Übermorgen schieben kannst


    Zitat Shorty_94: "Für Spoiler und Spurplatten ist ja in der Regel auch immer Geld übrig"

  • Vielen Dank für die ganzen Tipps bis hierhin.

    Ich wollte mich heute mal daran machen, die Grundeinstellung vorzunehmen, habe mir dafür extra ein Paar Kabel zurecht gebastelt, um den Drucksteller Strom aufnehmen zu können.

    Vorher wollte ich, um sicher zu gehen, aber noch wie schon weiter oben geschrieben den Temperaturfühler und die Lambda-Sonde prüfen.

    -Temperaturfühler hat einen Widerstand von 430 Ohm bei warmem Motor (ca. 80 Grad Öl), das scheint plausibel zu sein, richtig?


    - Lambdasonden Signal bzw. Signalspannung wollte ich als Nächstes Messen, Stecker angesteckt lassen, wie es in der Anleitung steht, und dann die Signalleitung gegen Masse messen. Ergebnis: 596-598mV -> die 2mV würde ich als Messungenauigkeit vom

    Multimeter abstempeln.

    Das heißt da schwankt gar nichts… -> Motor lief aber schon 30min, sportlich bewegt, also richtig warm gefahren.


    Da sollte auch die Sondenheizung keine Rolle mehr spielen dürfen? Diese habe ich aber trotzdem kontrolliert. Sicherung ist vorhanden, ist zwar eine 10A anstatt einer 5A für die Heizung, aber diese ist intakt. Zur Sicherheit auch mal das Benzinpumpenrelais getauscht gegen ein identisches, aber auch das hat nichts gebracht. Widerstand Sondenseitig zur Heizung war nicht messbar, also O.L.


    Dürfte ich annehmen, dass die Sonde ihre besten Tage hinter sich hat?

    Falls ja, kaufe ich eine Neue. Allerdings wäre hier die Frage, ob man auch auf eine modernere Sonde zurückgreifen kann. Ich hätte nämlich gerne eine mit einem vierpoligen Stecker, sprich eine separate Masse-Verbindung, um auch ein Kontaktproblem in der Abgasanlage auszuschließen…

    Gibt es da eventuell sogar Empfehlungen zu?


    Was mir noch aufgefallen ist:

    Wenn ich einen Gasstoß gebe, fällt die Drehzahl danach schnell wieder ab, macht dann aber quasi einen kurzen „Stopp“ bei ca 1400 Umdrehungen, bis sie auf ca. 900 abfällt und dort dann verharrt.

    Ist das eine korrekt funktionierende Schubabschaltung? Oder muss das auch nicht so?

  • Digital Multimeter, vor allen die billigen, haben absolut Probleme mit schnell sich zeitlich ändernden Signalen.

    Und soweit ich das hier gelesen habe, könnte das Gassondensignal ein solches sein.

    Das können sie einfach nicht darstellen, und zeigen irgendwas an.

    Mittelwert oder einfach nur Unsinn.

    Frage doch lieber dein Steuergerät, ob es mit der Gassonde zufrieden ist.

    Steht sie im Fehlerspeicher?

    Und beim messen des Stromes am Drucksteller, wirst du ggf. ähnliche Probleme mit der Anzeige bekommen.

    Ich habe da mal mein Voltcraft genommen, an sich ein gutes Mutimeter,

    Es hat aber am Drucksteller Stommessung völlig versagt.

    Da ich es schon mal hinbekommen habe, frage ich mich, wie es damals gemacht habe.

    Ein Fluke 179 genommenk, uns siehe da, das Signal steht.

    Man bekommt immer das, wofür man bezahlt.....

  • Gassondensignal

    Die Lambda ist idr fast nur mit einem Oscar messbar nen digital Multimeter würde bei der Lambda .7 ca ein pendeln vorraus gesetzt es kommt mir der Frequenz klar. Oder man Lust dem Messwert Block im MstG aus.

    来生愛
    format c:
    Die beste Loesung!


    Und ausgeloggt!
    ----------------------------------
    Audi 80 B4 MJ 92 2. Motor
    1. Motor 180Tkm Rip und 210Tkm Rip
    2. Motor angeblich 170Tkm nach Begutachtung der Pleullager Ehr 300Tkm Mal sehen wie lange noch

  • Ja hat es für Widerstand muß ca 4 Ohm haben, korrigiert mich. Dann braucht er laenger bis die Lambda regelt die Braucht ihre 300 Grad bis das los geht. also wenn die Lambda Heizung nicht geht dann mach die Sonde neu. Es kann dadurch auch sei. Das es schon falsche Lambda Signale ans MstG gehn, heißt Schuss gegen Masse oder plus.

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  • Wenn du wirklich keinen Widerstand in der Gassonde hast, ist die Heizung durchgebrannt, Kabelbruch ......

    Nebenbei, Heizung sind die Anschlüsse im Stecker zwei Kabel soweit ich weiß, das Signal ist auf der Einzelleitung.


    Dann liegt du mit deiner Vorgehensweise richtig, neue Sonde Bosch.....

    Und du hast die Stecker für die Strommessung am Drucksteller.....


    Das müsste aber sicher im Fehlerspeicher stehen (Lambda defekt oder so), wäre schon mal interessant...

  • Temperaturwert ist außer Toleranz, sollte bei 90 Kühlmitteltemperatur 220-280Ohm haben, siehe Link unten, und hast du die beiden Kontakte zueinander gemessen, oder jeden Kontakt einzeln gegen Masse?

    Hier ein alter Beitrag dazu, da ist schön beschrieben: NG Temperaturfühler Kabel prüfen

    Verschiebe nichts auf Morgen, was du auf Übermorgen schieben kannst


    Zitat Shorty_94: "Für Spoiler und Spurplatten ist ja in der Regel auch immer Geld übrig"

  • Ich würde sagen was er gemessen hat passt so.



    Eine geringe Abweichung ist normal.

    Die Tabelle habe ich mit einem neuen Temperaturfühler von Maxgear (034 906 161) berechnet.

    Messwerte waren 17k Ohm bei ca -14,7°C in der Gefriertruhe und 720 Ohm bei ca 74°C in einer Schüssel heißen Wassers woraus sich ein K bzw- Beta-Wer von etwa 3200 ergibt.


    Wenn ich jetzt bei ca 19°C messe, bekomme ich ca 4,24 kohm. Die berechneten Werte weichen ab, aber als richtwert finde ich ist sowas in Ordnung.


    Hinweis: Diese Werte sind direkt am Temperaturfühler gemessen.

  • Sein Angabe war 430Ohm bei 80 Grad Öltemperatur. Ich ging davon aus, dass wenn das Öl 80 Grad hat, dass die Kühlmitteltemperatur ca 90 Grad hat. Du widerum gibst Widerstandswerte für Kühlmitteltemperatur an. Und auch dich muss ich fragen, wie du den Wert misst, Pin zu Pin oder jeden Pin einzeln zu Masse?

    Sorry für die nervigen Detailfragen, aber das ist in diesem Fall schon wichtig, das habe ich selbst einmal falsch gemacht.

    Außerdem sind die Werte eines neuen Sensors aus dem Zubehör nicht aussagekräftig (Stichwort: Internetschrott), das Steuergerät geht von Werten aus, die ein originaler Sensor liefert.

    Verschiebe nichts auf Morgen, was du auf Übermorgen schieben kannst


    Zitat Shorty_94: "Für Spoiler und Spurplatten ist ja in der Regel auch immer Geld übrig"

  • Und auch dich muss ich fragen, wie du den Wert misst, Pin zu Pin oder jeden Pin einzeln zu Masse?

    Die Frage ist tatsächlich entscheidend für eine korrekte Messung!

    ;)

    Im Temperaturfühler G62 für den NG sind nämlich ZWEI Widerstände parallel zur Motormasse geschaltet (s. SLP), einmal für das Motorsteuergerät, einmal für das VEZ-Steuergerät. Es MUSS jeweils von einem Pin zur Motormasse gemessen werden, ansonsten addieren sich beide Widerstände und man bekommt ein falsches Ergebnis. Ausgebaut dann zum Fühlergehäuse.

    Das Diagramm mit den Sollwerten und dem Toleranzbereich aus den RLF wurde oft genug im WWW veröffentlicht.

    AUDI gibt im RLF zusätzlich folgende Werte an:


    Zitat

    Sollwerte

    ca. 20 °C (Kühlmitteltemperatur) ca. 2,5 kOhm
    ca. 80 °C ca. 330 Ohm


    Und da liegt die nächste mögliche Messungenauigkeit. Die Kühlmitteltemperatur wird von einem anderen Fühler erfasst, mit den bekannten "Ungenauigkeiten". Genauer wird es, wenn man den Fühler ausbaut und im Wasserbad erhitzt, dessen Temperatur z.B. mit einem (guten) Kochthermometer erfasst. Dabei beachten, dass der Fühler eine gewisse Trägheit hat.

    "Nicht alle AfD-Wähler sind Nazis - die anderen sind DUMM!" [Urban Priol]

    ;)

    DAS TRIO ist komplett!
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