Motor Klackt beim drehen der Nockenwelle

  • Servus,


    Ich hoffe jemand von euch kann mir weiterhelfen. Ich habe folgendes Dilemma:


    Mein Kollege und ich habe von einigen Monaten einen Audi 80 B4 in miserablem Zustand aus Frankreich geholt, da das Angebot zu gut war um nicht zuzuschlagen. Das ist der 1.9 TDI Motor ( 1Z ) nach großer Putz Aktion, und einer kleinen Stelle zu schweißen haben wir uns an den Motor gemacht. Der lief mit ein wenig Wiederbelebung wieder ( naja, der Motor lief auch mindestens 5 Jahre, vermutlich eher 10 Jahre nicht ) und bei dem hatten wir vor den ersten Start versuchen den Motor per Hand an der Nockenwelle gedreht.


    Da ich mir jetzt noch einen gekauft habe, ( Angebot war wieder zu gut und Scheckheft nachweislich 66.000 Km ) ( 2.0 Benziner ABT ) wollte ich dort den Motor auch per Hand drehen ( an der Nockenwelle ) leider kam ich zum Schluss, dass dieser sich kaum drehen lässt, bzw. eher gar nicht. Und da Gewalt keine Lösung ist, habe ich mich dazu entschieden, den Ventil Deckel mal abzunehmen. Was ich da gesehen hab, hat mich geschockt. Das „Ölverteilerblech“ ( so schimpft sich das glaub ) war komplett auf die Nockenwelle geschmolzen. Also hab ich mich dran gemacht, alle Plastik teile Vorsichtig weg zu bekommen, habe die Öltunnel mit Tampons abgesteckt und alles gereinigt. Neuen Riemen aufgezogen, alles perfekt eingestellt. So weit so gut.



    Da ich dafür die Stoßstange sowie den schlossträger demontiert habe, hab ich mich gleich dazu entschieden erst mal an der Kurbelwelle zu drehen. Alles einwandfrei. Keine Geräusche, kein übermäßiger Widerstand.



    Jetzt kommt das aber: Ich habe danach versucht an der Nockenwelle zu drehen, jedoch muss ich dort eine Kraft aufbringen, die mir nicht normal Scheint, zudem hört sich sich nach einem relativ lauten KLICK an, was mich aber verwundert, da ersten die steuerzeiten wirklich komplett perfekt stimmen und das Geräusch an der Kurbelwelle nicht auftritt.



    Jetzt brauch ich eure Hilfe, wo könnte ich nach den Fehler noch suchen?


    Tut mir leid für den Mega Paragraf hier, aber ich dachte besser mehr als weniger Info :)



    Freue mich auf Rückmeldung


    Beste Grüße :)

  • Moin,

    Ein "Klick" weisst ja auf einen Sprung bzw ein mechanisches aufeinanderschlagen hin, Ich Frage mich etwas wie es passieren kann dass das Ölleitblech schmilzt, da muss der Motor ja schon unfassbar Heiß gelaufen sein.


    Das Klicken kann evtl. mit dem Riemenspanner zusammen hängen, dass wenn du gerade über den Punkt kommst wo Kompression ist, dieser zurückspringt weil du einen Lastwechsel im Riemen hast (nur ein blöder Gedanke meinerseits)

  • Servus, danke schonmal für die Antwort. :)


    Ja das mit dem heiß gelaufen, kam mir auch in den Sinn. Vor allem, nachdem ich mich daran erinnert habe, dass der gesamte Kühlflüssigkeitsbehälter komplett leer war und selbst im Kühler kaum Kühlflüssigkeit war jedoch alle anderen Flüssigkeiten sprich Öl, Servo Öl Bremsflüssigkeit selbst Benzin beim Kauf des Autos randvoll waren. Daher schließe ich auf einen defekten Kühler, weswegen der Motor zu heiß gelaufen ist Und dann das Blech geschmolzen ist.



    Beim Klacken überlege ich auch noch. Da muss ich morgen mal schauen, wenn mein Kollege da ist, dass wir zu zweit schauen, was bei dem Klack genau passiert, ob der Riemen überspringt oder der Spanner sich löst.


    Ich habe auch überlegt, ob es möglicherweise an den Ventilen oder Stößel liegt, könnte es sein, dass diese sich verstellt haben?

  • Es kann auch am Ventiltrieb liegen, jedoch würde das Geräusch dann immer auftreten, und nicht nur beim an der Nockenwelle drehen, (hier würde ich aber eher auf Klemmen der Ventile oder ähnlichem Tippen, z.B. durch Kunststoffrückstände).


    Dass der Riemen überspringt meinte ich eigentlich nicht, wäre auch komisch wenn die Steuerzeiten nach dem durchdrehen immernoch passen, eher dass der Riemenspanndämpfer arbeitet und in seine Endlage zurückspringt (was er ja auch soll).


    Wenn da Kein Kühlwasser mehr drauf war, solltest du in jedem Fall im Hinterkopf behalten, dass evtl. Kopfdichtung, etc. auch alles defekt sein könnten, wenn der so Heiß gelaufen ist dass selbst Kunststoff schmilzt.


    Gib gerne Rückmeldung was ihr so beobachtet habt, bzw. rausgefunden (immer Gerne ein paar Bilder und bei Geräuschen evtl auch Videos machen)


    Aus Welcher Ecke kommst du denn? Vielleicht sitzt ja jemand in der Nähe der Helfen würde


    Gruß

  • Guter Punkt!


    Gut dann bedanke ich mich erstmal und werde morgen mit meinem Kollegen nochmal alles genau durchgehen, checken und dokumentieren. Ich melde mich, sobald ich was neues weiß, oder auch falls nicht. :)


    Grüßle


    PS: komme aus Nähe Stuttgart, Kornwestheim

  • Da bin ich beim Everbeen.

    Ggf. doch mal den Kopf runternehmen und alles begutachten.

    Planheit Dichtflächen Zylinderkopfdichtung + Motor wäre ein muss.

    Wenn das zu warm wurde, ist gern was verzogen.



    Und so richtig habe ich das nicht verstanden.

    Hast du ohne Zahnriemen die NW gedreht?

  • Servus,


    Also mal Kurz mal ein wenig Information aus den letzten 2 Tagen:


    Wir haben nun den Motor teils zerlegt und inspiziert uns ist nichts großartig aufgefallen, also alles sauber gemacht, neue Dichtungen etc. und wieder zusammengebaut. An der Kurbelwelle mehrere Umdrehungen gedreht, keine Geräusche. Steuerzeit wieder eingestellt, alles montiert, kühler montiert etc. Batterie extra voll geladen, Zündung, alles top. Dann Startversuch: nichts.



    Obwohl nicht ganz, man hört ganz kurz die benzinpumpe ( ich nehme es an, 100% sicher bin ich nicht ) aber kein Anlasser.



    Batterie gecheckt, sämtliche Kabel gecheckt, Sicherungen. Relais nur optisch da es mir meinen Relais Tester zerlegt hat, bei einem anderen Auto.



    PS: Auf die Frage von Katze56633: ja ich hab die Nockenwelle sowohl mit zahnriemen als auch ohne gedreht.

  • Zitat

    PS: Auf die Frage von Katze56633: ja ich hab die Nockenwelle sowohl mit zahnriemen als auch ohne gedreht.

    Ohne ZR war hoffentlich kein Kolben auf OT.

    Und mit ZR soll man die Nockenwelle nicht drehen. Solll.......


    Der Anlasser, das kann der ZAS sein. Im Sicherungskasten gibt es doch dieses Blech. Ich meine, wenn man hier Bordspannung + anlegt muss der Anlasser laufen. Sonst sind ggf. die Kohlen durch, mal mit einem Hammer draufklobbe....Manchmal rutschen die Kohlen noch mal ein Stück nach vorne und er geht wieder kurz....


    Und welche Dichtung, die Zylinderkopfdichtung?

  • Hmm ja gut, dann haben wir da wohl ein wenig Mist gebaut….



    Meinst du diese kleine Brücke zwischen den 2 Kontakten? Habe ein Bild angefügt. Dann probiere ich das morgen mal.



    Klar gute Idee, bin gar nicht drauf gekommen da mal bisschen zu klopfen, auch das werde ich morgen mal machen.



    Ja im Prinzip haben wir Zylinderkopf Dichtung neu gemacht, ventildeckel Dichtung, ölwannen Dichtung und die 3 Riemen. Hatte ja da eine große putzaktion wegen des geschmolzenen Blechs…..

  • Hatte vorhin nochmal ne doofe Idee, könnte es möglicherweise an einer Wegfahrsperre liegen? ( Original oder Nachrüstung? ) das haben wir bei unserem anderen B4 gehabt, musste den durch Feuchtigkeit im Innenraum komplett zerlegen und da habe ich auch eine nachgerüstete Wegfahrsperre gefunden und hab die raus geschmissen. Komme auf die Idee, da beim Wagen nur ein nachgemachter ( Silca ) 2. Schlüssel dabei war.


    Woran würde ich erkennen wenn das Auto von Werk eine Wegfahrsperre hat? Kann eine nachgerüstete auch programmiert sein? Oder geht das nur mit Hardware?

  • Hmm oke, laut Sticker hätte ich dann keine. Danke schonmal!


    Habe heute nochmal bissle am Anlasser geklopft und geschaut ob sich da was rührt, aber leider gar nichts. Bin am überlegen ob ich den Anlasser mal ausbaue und direkt an die Batterie hebe. Sonst wirds wahrscheinlich ein neuer Anlasser, oder gibts sonst noch Ideen?


    Grüße

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