Hallo Thomas,
ich würde mir gut überlegen, bei einem über 30 Jahre alten Fahrzeug die Karosserie anzubohren, um eine Anhängerkupplung einzutragen. Bei einem Geländewagen mit Kastenrahmen mag dies etwas anderes sein als bei einem Audi Coupé mit seinem eh schon weichen Heck.
Wie es aktuell mit der Suche nach einer passenden Anhängerkupplung ausschaut, weiß ich nicht. Die für den Quattro waren schon immer selten und Nachbauten gab es nach meiner Kenntnis nur für die Fronttriebler. Was ich jedoch aufgrund meiner eigenen Suche weiß, die meisten Westfalia AHKs waren nicht vollständig. Meist fehlten die inneren Streben, welche für die Stabilität gerade bei den Coupés notwendig sind, von den Schrauben mit Feingewinde ganz zu schweigen. Manchmal lagen auch falsche Kugelköpfe dabei, da diese bei der Westfalia abnehmbar waren.
Die Typenschildern fehlten ebenfalls gerne. Natürlich kann man ein Typenschild nachfertigen, aber wenn der Rest so rostig ist, dass Du die Wellennummer nicht mehr entziffern kannst, wird es auch bei den Prüforganisationen schwierig, da die AHK eintragungspflichtig ist.
Also eine AHK war bei meinem Daily Wintercoupes das erste was ich drangebaut habe. Gibt dem Heck wesentlich mehr stabilität und macht das Fahrzeug insgesamt sicherer. Ein Heck wird nicht weicher durch 5 Bohrungen, aber wesentlich steifer durch eine Querstrebe.
AHKs mit EG-Typengenehmigung sind nicht eintragungspflichtig und das sind alle von Westfalia. Lass dir da vom TÜV-Prüfer auch keinen Quatsch erzählen.