Na gut.... und hiernach soll es auch genug sein:
-ein Ölfleck nach dem Wechsel... das ist doch nicht dein Ernst mich für so bekloppt zu halten? Ich mach den Ölwechsel ja nicht im Garten auf dem Mosaikpflaster und eine Undichtigkeit an der Ölablaßschraube erkenne ich auch noch
Fahrt doch einfach mal alle zu einem Werstatttypen, der mit Motoren groß geworden ist, der Autos ohne elektronisches Auslesen reparieren kann und der in der Lehre nicht nur gelernt hat Teile auszutauschen, sondern kaputte auch mal instand setzen kann.
Fragt diesen Menschen doch einfach mal nach seiner Meinung bezüglich älteren Motoren und Ölsorten.
Bricht sich hoffentlich keiner einen ab; ihr brecht euch ja auch keinen ab, über mich herzufallen, der mit der Drecksbrühe ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Mich interessiert das Stammtischgeschwätz von einem alten Typen aber nicht - nicht, wenn es einfach falsch ist.
Wenn er mir sagt, dass es einen besseren Weg als im Rep. Leitfaden gibt um ein Bauteil zu tauschen - dann interessiert mich durchaus, was Leute mit langjähriger Berufserfahrung zu sagen haben.
Wenn sie mir allerdings etwas erklären wollen, das nach den anerkannten Regeln der Technik und Wissenschaft nach schlichtweg falsch ist, ist es einfach nur unqualifiziertes Geschwätz. Der "Hausverstand" sollte zuhause bleiben, wenn man mit einem gut gebildeten (!!!) Techniker spricht.
Zu der Story von der "Undichtigkeit" kann ich schon was schreiben... Im aklten Zustand ist das 0W40 sehrwohl viel dünnflüssiger als das 15W40. Da gibts Youtubevideos, wo Leute Öl in den Tiefkühlschrank stellen und nachher herzeigen wie "flüssig" es dann noch ist. Wer das gesehen hat, fährt kein 15/10 W40 mehr. Glaubt mir.
Also, warum diese Aussage durchaus einen wahren Kern haben kann:
1) Motoröl ist für gewöhnlich bei stehenden Fahrzeugen kalt und bei bewegten Fahrzeugen heiss. Aus einem geparkten, kalten Fahrzeug tropft bei einer kleinen Leckage einer Dichtung also 0W40 eher heraus als 15W40. Im bewegten Zustand ist der Verlust dann entsprechend der Viskosität nach ähnlich. Das fällt aber nicht so auf, weil man das Öl ja unterwegs verteilt und es sich nicht in der eigenen Garage sammelt. Klar, der Motor ist dann ähnlich Ölverschmiert, aber wer schaut denn da so genau?
2) Wenn die Ölkohle vom tollen Mineralöl (und es gibt Motoren mit bösen Ablagerungen) eine verschlissene Dichtung noch halbwegs dicht halten (verstopfen), und man diese Ölkohle nun mit den reinigenden Additiven des 0W40 anlöst, dann entfällt dieser Verstopfungseffekt und es leckt mehr als vorher.
3) Warum es mit Vollsynthetikölen auch "besser" werden KANN liegt an den darin enthaltenen Additiven. Es ist schon denkbar, dass diese Additive alte Dichtungen etwas pflegen (je nach Weichmacher etc.) bzw. leckauslösende Verunreinigungen (VSD, Simmeringe...) entfernen (wenn du ein Stück Würfelzucker zwischen die Lippen nimmst, dann dichten diese ja auch nicht mehr richtig ab, spuckst du es aus, ist die dichtende Wirkung wieder da...).
Und Grundsätzlich hat die Viskosität auch nicht so viel mit der Schmierwirkung zu tun. Es gibt da noch genügend andere Eigenschaften, die ein Öl als Schmiermittel interessant machen. Sonst könntest auch Flutschi, Wasserbasisgleitgel oder Silikongleitgel einfüllen - dieser Hausverstandslogik nach.
Die Motoren aus dem Audi sind für Ölverhältnisse schon "moderne" Motoren, diese Spezialöle für Oldtimer gehören in wirklich alte Fahrzeuge (wo aufgrund der höheren Spaltmaße in den Lagern wirklich dickere Öle benötigt werden, weil die Ölpumpe sonst den benötigten Volumenstrom nicht mehr liefern kann...).
Es geht mir einfach sooo sehr auf den Keks, wenn man mit gut beschrieben Informationen, Tips zu weiterführenden Themen, Quellen etc. eine anständige Antwort schreibt, und dann kommt so ein Stammtischgequatsche. Nicht nachplappern was andere sagen, selbst denken, selbst lesen, selbst rechachieren. Ist nicht immer so easy, führt aber meist zum Ziel. Und etwas Schulbildung schadet auch nicht, bzw. ein anständiges, hartes Studium :D. Hat schon einen Grund, warum es Leute gibt die 10 Jahre länger gesessen sind und gelernt haben, als dein alter KFZ-Meister.
So empirsche Methodik kann ja durchaus angebracht sein, aber es gibt was anderes auch noch. Mit Ausprobieren und Hausverstand hättest du weder Smartphone, noch wäre je jemand ins All geflogen etc.
Ach und... schön wenn er mit Motoren groß geworden ist. Ich bin mit Technik zum angreifen, und den dazugehörenden Diagrammen und Datenblättern groß geworden, und habe gelernt diese auch zu lesen - danke (kann im übrigen jeder, wenn er nur will).