Wenn der Motor schon ein paar KM drauf hat, dann wird auch die Kompression nicht mehr die eines Neuwagens sein.
Grad die V6 haben konstruktionsbedingt eine höhere Verlustreibung an den Zylinderwänden als die Reihenmotoren.
Ein Motor mit 100k+ KM kommt mit dem Wechsel von ein paar Verschleißteilen nicht an seine Serienleistung, da muss viel mehr gemacht werden.
Ich habe auch noch nie einen 2.8er gefahren, bei dem die Öffnung vom Schaltsaugrohr zu 100% funktioniert hat. Da kommt einfach nix mehr im oberen Drehzahlbereich. Da ist halt immer Verschleiß dabei, aber das ist bei dem Motor nur eines von vielen kleineren Problemen.
Ich persönlich halte ihn für einen Marketing-Gag vom VAG-Konzern, um eine "leistungsstarke", konstengünstige Alternative zu die damaligen Reihen-6Zyl von BMW und Mercedes auf den Markt zu drücken. Darum hat man diese Gurken auch mit Ausstattung vollgestopft, um sie an den Mann zu bringen.
Ich hatte bei meinem 20V auch erst nur 159 PS auf dem Prüfstand. Nachdem ich den kompletten Motor überholt hatte (Hohnen, KW-Wuchten, Ventilsitze und -führungen neu, planen, Injektorwechsel, etc.) kam ich auf knapp 179 PS mit ca. 223 Nm bei 4470 1/min auf dem Prüfstand.
Allein schon SuperPlus tanken bringt bis zu 2% Mehrleistung - wenn der Motor für den Sprit entwickelt oder die Verdichtung angepasst wurde.
Und ganz nebenbei wurden die meisten größeren Motoren ja eigentlich auch für den damals hochwertigeren SuperE5 konzipiert und nicht für E10. Ethanol hat eine ca. 10.000 kJ/l schlechtere spez. Energiedichte als Benzin (ca. 1/3).