Das beste wäre Kältemittel, d.h. R134a selbst. Das r134a spült die Wände und löst Ölreste. Du öffnest die Leitungen und schließt diese an das Klimaservicegerät (KSG) über Adapter an. Am anderen Ende lässt du das Kältemittel in eine Flasche laufen, ebenfalls über Adapter. Dann stellst du das Klimaservicegerät auf "füllen". Das Kältemittel ist durch die Leitung in die Flasche gelaufen. Diese Flasche leerst du in das Klimaservicegerät, das nun Öl und Kältemittel trennt. Diesen Vorgang kann man ggf. wiederholen. Bei diesem Prozess geht, im Idealfall, kein Kältemittel verloren.
Nun gehe ich mal davon aus, das du kein solches Klimaservicegerät zur Verfügung hast. Und die Adapter sind das nächste Thema.
Für die Wahl des Reinigungsmittel ist immer zu bedenken, dass wir im Befüllprozess ein Vakuum erzeugen müssen. Die Anforderung von <1 mbar sind nun nicht so schwierig für die Drehschieberpumpe. Nimmst du nun aber das falsche Reinigungsmittel, so desorbiert (von der Oberfläche abdampfen) dies ständig ins Vakuum. Der erwünschte Enddruck wird ggf. nicht erreicht, oder nicht in den 20 min des pumpens. Das wäre nicht optimal für den Füllprozess.
Benzin von der Tanke hat nun allerlei Zusatzstoffe (Additive etc.) die Rücklagen auf Oberflächen hinterlassen. Ich könnte mir fast vorstellen, eher ungeeignet. Bremsen Teilereiniger auch, allein die Duftstoffe etc. In der Vakuumtechnik nimmt man gerne Isopropanol. Inwieweit dies allerdings deine Ölresten (die entfernt werden müssen) löst, kann ich dir nicht sagen.
Wasser ist denkbar ungeeignet. Das Kältemittel erreicht im Verdampfer Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. Friert z.B. die Drossel zu, ist deine Klima ohne Funktion. Aus diesem Grund haben wir ja den Trockner. Die in der Anlage vorhandene Feuchtigkeit muss aber unterhalb der Sättigung des Trockners liegen, und diese muss auch erst mal den Trockner erreichen ohne vorher die Anlage stillzulegen.
Zu Zeiten als mir noch kein KSG zur Verfügung stand, habe ich einfach mit Pressluft die Leitungen von den Ölresten befreit. Hinten ein Lappen damit es nicht so qualmt. Jetzt wird der eine oder andere Sagen, ja Pressluft ist ja feucht und nicht trocken. Richtig, aber es ging, und die zwei Anlagen laufen seit Jahren. Besser wäre Stickstoff, der ist trocken.
Ich habe dann vor dem Befüllen die Anlage um die 20-24h mit einer Zweistufigen Drehschieberpumpe gepumpt. Das entfernt das Wasser, oder zumindest hofft man es. Die Anlage waren sind "Sibirisch" kalt....