Beiträge von albert_10v

    Nein, das hast du nicht richtig verstanden.


    Es gibt 2 Dinge die für den Verbrennungsprozess essentiell sind, aber durch 2 unterschiedliche Systeme ausgeführt werden.


    1) Gemischaufbereitung: Das kann jetzt ein Vergaser sein (A), eine mechanische Einspritzanlage (wie die K-Jet) (B) oder eine elektronische Einspritzanlage wie die Motronic (C).


    Du hast ideales Verhältnis von Luft (Sauerstoff) zu Brennstoff. Dieses ist der Lambda-Wert. Bei den Angelsachsen heißts AFR und ist das Air-Fuel-Ratio (und hat andere Einheiten).
    Mehr Luft => Mehr Sauerstoff.
    Was tut die Einspritzanlage also? Sie sieht nach, wie viel Luft in den Motor kommt (Luftmassenmesser, Luftmengenmesser, die Stauscheibe bei der Kjet...), und spritzt dementsprechend viel Benzin ein. Die Benzinmenge kann jetzt mechanisch durch einen Kolbenhubgeber verändert werden (Kjet), oder elektronisch durch eine Taktung des Einspritzventiles (Ein/Aus in unterschiedlichen Abständen).


    2) Zündung: Das Gemisch muss beim Benziner fremdgezündet werden, das erledigt die Zündkerze für dich.
    Nun ist es so, dass dein Zündzeitpunkt vor dem OT liegen muss, weil das Gemisch eine gewisse Zeit benötigt, bis die Verbrennungsreaktion ihren Höhepunkt erreicht. Dieser soll möglichst knapp nach dem OT sein (+/-...).
    Das Problem:
    Je nach Drehzahl vergeht zwischen x°vOT und Ot eine andere Zeit. Das Gemisch benötigt immer die gleiche Zeit zum brennen. Bei höherer Drehzahl kann die Zündung also weiter vor gelegt werden, da ja weniger Zeit bis zum erreichen des OTs vergeht. Bei kleinen Drehzahlen vergeht sehr viel Zeit bis zum erreichen des OT, wenn man hier zu früh zündet, komprimiert man dann im OT in den vollen Verbrennungsdruck hinein, "gut" für Leistung und Motor.


    Darum muss die Zündung nach der Drehzahl angepasst werden. Das geht über Zündverteiler die sich durch ihre Fliehkraft verdrehen (ganz mechanisch), über welche die sich durch den Motorunterdruck im Saugrohr (Unterdruckverstellung) verstellen, bishin zu elektronischen Systemen (die meist mit einer elektronischen Einspritzanlage, siehe (C) gepaart sind.).
    Wenn die Zündung vor oder nach dem idealen Zeitpunkt liegt, kostet das Leistung. Wenn sie zu weit daneben liegt hast du Klopfgefahr (unkontrollierte Verbrennung).
    2a) Der Einspritzzeitpunkt beim Diesel hat eine gewisse Ähnlichkeit zum Zündzeitpunkt.


    3) Hast du wohl eine Ladedruckregelung, mit Turbos kenn ich mich leider nicht gut genug aus. Da gibts aber wohl auch mechanische Systeme und elektronische.


    So, natürlich ist das alles noch komplizierter, und in die Berechnungen fließen noch mehr Faktoren ein wie Außentemperatur, Motortemperatur, Lastzustand, Ladedruck beim Turbo...... und so weiter.


    Aber vielleicht kannst du jetzt ein bisschen verstehen was da abgeht.



    Beim MC kannst du das Gemisch(1) nicht chippen, die Zündung (2) kannst du chippen. Ob man die Ladedruckregelung (3) Chippen kann, weiss ich nicht. Hier ist natürlich per Chip viel zu holen.
    http://audi100.net/Technik/Tip…te-ladedruckregelung.html So viel dazu.
    Einstellen kannst du das Gemisch schon irgendwie, hab mir die K(E) was das betrifft nie so genau angesehen. Aber halt in ziemlichen Grenzen.
    Über ein gutes Zündkennfeld lässt sich schon "einiges" an Leistung holen. Die ganzen von dir genannten Chips holen alle keine 200ps.



    Bis 200ps kannst du die 165-185PS K(E)-Jet gefühlt verwenden, lt. Group44 Zitat bis maximal 210.


    Schau her:
    Diese mechanische Einspritzanlage wurde für DIESEN Motor gebaut. In Serie. Zu tausenden. Die ist genau auf DIESEN Motor optimiert.


    Eine Bosch-Motronic ist z.B. viel vielseitiger verwendbar, je nach Programm das du raufspielst hast du auf einmal einen 4-Zylinder, einen 5-Zylinder, einen 6-Zylinder, einen 8-Zylinder... du hast beliebige Zündreihenfolgen.. kannst alles auf einem Gerät verwirklichen. Du kannst noch viel größere Losgrößen produzieren, viel billiger. Auch das ist am Siegeszug der Elektronik im Auto beteiligt. Es wird vieles flexibler.




    Bitte lern damit zu leben, dass du einen Motor mit einer Einspritzanlage hast, die nicht gut modifizierbar und adaptierbar ist.
    Nicht ganz ohne Grund gabs die blöden Kommentare dazu.



    Meine Ratschläge:
    1) Freu dich, dass das Auto Spaß macht und läuft.
    2) Schau ob du die Motorkontrollleuchte für die Klopfanzeige ins KI nachrüsten kannst. Bin mir nicht sicher, ob die klopfen anzeigt?
    3) Mal ausblinken, ob die Klopfsensoren fehler ausgeben und sich dann in Sicherheit wiegen (http://www.audinarren.de/rep-Anleitung/fehlerspeicher.htm)
    4) Lambda-Anzeige nachrüsten.
    4.1) Falls er in gewissen Zuständen zu stark abmagert.. ab zu FlowImprover dieses Zusatzkit holen.
    5) Freu dich, dass das Auto spaß macht und läuft.
    6) Fahr auf die Rolle damit. Ich wette auf 190ps.
    7) Freu dich, dass das Auto immer noch spaß macht.


    Wenn dir das zu aufwändig ist:
    1) Freu dich, dass das Auto Spaß macht und läuft.




    So, viel mehr kann man dir wohl nicht mehr am Silbertablett servieren.




    PS: Ich weiss, das liest sich alles nicht so positiv wie dus gerne hören würdest.
    Aber: Ein Audi 90 10VT ist schon was verdammt geiles (Quattro wäre halt nett).
    Würd ich auch nehmen, trotz allen Nachteilen die der 10VT so hat. Vom Hochleistungsungeeigneten Zylinderkopf bis zur unanpassbaren K(E)-Jet.

    Also um zu verstehen was ein "Chip" bewirken soll, musst du eben lesen. Eben die Sache, dass du nur das Zündkennfeld chippen kannst in deinem Fall. Dieses ist wichtig, dürfte aber bei deinem Tuning das hauptsächlich aus "mehr Luft" besteht dem Benzinkennfeld nachrangig sein.


    Also eine "Optimierung" läuft so ab:


    1) Ermittlung des Ist-Zustandes: Daten, Messungen...
    2) Anhang dessen (1) werden nun geeignete Maßnahmen durchgeführt...
    3) Ermittlung des geschaffenen Zustandes (Daten, Messungen)
    4) Vergleich von der Ausgangssituation (1) mit der daraus Resultierenden (3)
    5) Wenn nötig werden nun weitere Maßnahmen ergriffen...


    Also musst du erstmal feststellen, ob der Motor tut was er soll, oder eben nicht.


    Nun, nennenswerte Größen wären:
    1) Lambda-Wert
    2) Abgas-Temperatur
    3) Klopfsensor-Meldungen
    4) Öltemperatur
    (Öldruck, Wassertemp. halte ich jetzt mal für selbstverständlich)



    Wenn du nämlich sagst, dass das Auto gut läuft wie es läuft... warum nicht so lassen? Angst vor Folgeschäden?


    Horstys Idee mit der Lambda-Anzeige ist gut - nämlich deshalb, weil du diese Messung dann immer an Bord hast. Der Tuner kann sie dir natürlich für Cash machen, aber dann wurde die eben genau einmal gemacht.




    PS: Der MC ist schon ein hässlicher Motor... auch wenn ich einem 10VT angesichts seiner Sinnlosigkeit nicht abgeneigt wäre :crazy: :D ...
    PPS: Die Domstrebe lässt schon tief blicken... ich mag gar nicht wissen, was an dem Umbau sonst noch so dermaßen dilettantisch gelöst wurde... aber wie heißt's so schön? Was funktioniert, ist erlaubt. In dem Sinn: Freie Fahrt für freie Bürger!

    Keiner wird hier angeranzt.
    Es ist nur eben eine Frage, die man nicht so einfach beantworten kann (wie z.B. "Welchen Lochkreis hat der S2").



    Es gibt im Prinzip 3 Möglichkeiten:
    1) Selbst lesen, lesen, lesen überlegen und lernen.
    2) Einfach irgendwas machen.
    3) Jemanden beauftragen, der das kann. Inkl. den Materialkosten und einem angemessenen Stundensatz natürlich.


    Wir haben ja die Lösungen parat.
    Für (1) hab ich erstmal genug Stoff reingestellt. (2) ist ja der Status Quo. Und (3) ist eigentlich soweit auch klar, da sind ja auch schon Namen gefallen.


    => Die Frage ist also fürs erste beantwortet, wenn auch die Antwort nicht wie gewünscht ausfällt.
    "Fahr zu XY, der macht dir das um 100€" spielts leider nicht, "Löte den einen 100Ohm Widerstand zwischen die Pins ..." spielts auch nicht - sorry.

    Wie wäre es, wenn du einfach mal liest?
    Ich werds nicht lesen um es dir zu erklären, und all zu viele MC-Fahrer wirst du hier nicht finden.


    Und das mit dem "anpassen" der K-Jet "auf die Teile" ist nicht so einfach, wie du dir das vorstellst.
    Es ist so, dass dir bei diesem Motor die K-Jet die Grenzen ziehen wird, wo diese liegen, kann ich dir nicht sagen, du wirst es aber wohl erfahren wenn du ausreichend zu dem Thema liest, mit ein bisschen Lesestoff hab ich dich ja schon versorgt.
    Sieh dir einfach die Funktionsweise der K-Jet an. Ist eine interessante Einspritzanlage, ansich recht zuverlässig, in einem gewissen Rahmen auch sehr flexibel, über diesen Rahmen hinaus aber sehr unflexibel bis unbrauchbar.
    Chippen kannst du nur das Zündkennfeld (wenn diese K-Jet mit einer VEZ-Zündanlage zündet). Das Einspritzkennfeld ist bei der K-Jet ja mechanisch geregelt. Der Drucksteller auf der KE, welcher die Lambdaregelung übernimmt ist zwar elektronisch angesteuert und kann die Einspritzmenge abändern....


    Es gibt dann noch so Späße wie ein "Zusatzeinspritzmodul" oder so.
    http://www.flow-improver.de/sh…5f1/042c8b99dd0895c06.php
    Könntest dort mal nachfragen ob das tut, was es für dich soll.


    Nur stellt sich eben die Frage, ob man sich diesen Aufwand antun will, und dann noch eine K-Jet fährt. Gut, richtig eingestellt säuft die K-Jet kaum mehr als modernere Einspritzanlagen...
    Aber wenn man schon sowas verbaut, kann man sich ja auch überlegen die K-Jet gleich rauszuwerfen und gleich eine "ganze" Einspritzanlage zu verbauen.
    Wobei man dann auch auf 20VT Teile ausweichen könnte, falls man welche "günstig" bekommt.


    Und in weiterer Folge könnte man dann eigentlich gleich auf den 20VT ausweichen, weil der 10VT halt seine Flaschenhälse hat, die er weit vor dem 20VT erreicht. Gegen die man bestimmt was tun kann, wobei hier auch gilt: lesen, lesen, lesen.







    Bitte versteh mich nicht falsch, ich mein das nicht böse oder frech.


    Aber du hast hier etwas, das eine ziemliche Seltenheit ist. Da hilft lesen, lesen und noch mehr lesen.
    Dann kannst du dir davon selbst ein ordentliches Bild machen, und musst nicht blind nachmachen, was irgendjemand in einem Forum sagt.

    Maximal 300ps ausm 10V sind schon eine Ansage.


    Google mal, auf irgend einer älteren Typ44-Seite haben sie extern am Kopf irgend ne Kühlwasserbohrung gesetzt damit er nicht so hieß läuft auf den hinteren Zylindern... könnte hilfreich sein.


    Ansonsten hast du das Problem, dass du mit der K-Jet relativ schnell an die Regelgrenze kommen wirst. Und das Ziemlich saufen wird ... wennst nur ab und zu mal eine Runde fahrst damit, okay.



    Hab vor Jahren viel über die 10VT gelesen, weil ich das interessant fand... bin aber dann davon abgekommen. Kann dir leider nicht so wirklich helfen.


    edit:
    http://audi100.selbst-doku.de/Main/MotorUndAntrieb
    weiter:
    http://audi100.selbst-doku.de/…lleAbstimmungAuf19BarChip
    http://audi100.selbst-doku.de/Main/MC1UndMC2-Chiptuning


    Wenn du es noch nicht getan hast, verschling mal alles auf dieser Seite, damit solltest erstmal eine Zeit beschäftigt sein und dann auch schlauer.

    Also am Rand:



    Heizungswärmetauscher überprüfen lohnt sich bei dem Verdacht auf die Heizungsklappe immer.
    Hab meine Klappe neu gemacht und den Heizungswärmetauscher getauscht, wobei meine Klappe in "gerade noch ausreichendem" Zustand war. Sie war wohl nicht der Hauptgrund der fehlenden Heizleistung.
    War wohl der Wärmetauscher innen zu... leider bin ich nicht dazu gekommen den alten Wärmetauscher zu öffnen und mir das genauer anzusehen, wird also für immer ein Rätsel bleiben.
    Es sei denn, er taucht noch wo auf.



    edit:
    Richtige Reihenfolge für eine Wärmetauscherspülung wäre Alkalisch => Spülen => Säure => Spülen.
    Als alkalischen Reiniger kann man Abflussreiniger nehmen, als sauren Reiniger Zitronensäure.



    Und das mit der Wasserpumpe wär schon auch interessant. Mal die Schläuche abziehen und schaun wos rausspritzt.

    Denk logisch! (nicht böse gemeint)


    Wenn du den Aggregatenträger links/rechts verschiebst hat das im Prinzip so einen Effekt, wie wenn du die Sturzverstellung (Langlöcher QL/TR) verstellst. Wenn du also mit der Sturzverstellung auf einer Seite am Anschlag bist, kann es Sinn machen den Aggregatenträger mittiger zu schieben (wenn möglich).


    Wenn das Rad einer Seite im Radhaus weiter vorne/hinten steht als das der andern Seite, dann ist der Aggregatenträger wohl um seine Z-Achse (90° von der Straße in die Luft) gedreht. Dann steht ein Rad weiter vorne im Radhaus als das andere. Kannst du mit montierten Rädern aber abmessen. Einfach mit einer Wasserwaage (damit es gerade ist) von der Radnarbe aus nach vorne und Hinten zur Radhauskante messen.


    => Erst den Träger schön mittig stellen, dann Spur und Sturz einstellen.

    Hab mir vor einer Zeit 500ml Dibutylmaleinat (pur) gekauft, hab den Großteil davon noch irgendwo im Keller (nur wo?), hab was in eine Servolenkung gekippt, was scheinbar ganz gut funktioniert hat....


    Versuchs halt... schaden wirds schon nicht.

    Das ist aber schon ein besonders räudiges Exemplar, hat schon fast Seltenheitswert. :D



    edit:
    Ich finds auch völlig legitim ein (so gewöhnliches) Auto bis zum Totalverlust zu verschleißen. Aber man sollte dann doch den Anstand haben es dementsprechend zu veräußern.

    Wenn du noch was auf Papier hast, wo steht, dass er ABS hat... dann geh hin und erklär ihm das.


    Im österr. Recht gibts neben der bewussten "Täuschung/Betrueg" auch noch das "Irrtum", und zwar "geringe" und "erhebliche"... Der Kaufvertrag wäre somit stornierbar oder wandelbar, spricht man könnte am Preis einen Nachlass raushandeln. Gibts im Deutschen Recht bestimmt auch, musst mal googeln.


    Mal hingehn und ihm erklären, dass das durchaus eine wichtige Kaufentscheidung gewesen wäre, weils ja sicherheitsrelevant ist... und du möchtest das Auto zurückgeben... Ihm keinen Beschiss unterstellen sondern einen Irrtum. Und dann kannst sagen, dass du auch eine Minderung des Kaufpreises um 250€ annehmen würdest, dann kannst dich vllt. auf irgendwas 3-stelliges hinhandeln, zurücknehmen will er das alte Auto bestimmt nicht.


    "Gekauft wie gesehen" gilt hier wohl nicht wirklich... weil wer soll das ABS schon erkennen?




    Wäre einen Versuch wert, wenn der Weg nicht weit ist...

    Und was machst mit dem ganzen Dreck, alte Innenausstattung etc... naja.


    Und Auspuff ist doch kein Problem, muss man halt etwas klettern. Hab ohne Bühne Getriebe getauscht, so what? Dann lernt man wenigstens was ARBEIT bedeutet. Son "billiger" Bosal beim ATU kostet das gleiche wie ein gebrauchter Edelstahl oder gebrauchte gute Originalteile.


    Und es zersägt auch keiner die Bremsschläuche um sie zu bemängeln.

    Naja und wohin die Karosse etc.?


    Hab seinerzeit mal eins open-air geschlachtet, hatte da aber eine tolerante Nachbarschaft :D. Würd das so nicht nochmal machen. Man braucht schon gut Platz etc... wäre aber interessant, wenn viele Extras nachgerüstet werden sollen.
    Fürn Anfang etwas overkill. Auch wenn der Lerneffekt echt gut ist.


    Tip1:
    Dot 5.1 verwenden, ist besser, was den "Korrosionsschutz" betrifft.


    Tip2:
    Wenn möglich, Lemförder und TRW Teile verwenden.


    Tip3:
    Wenn du die vorderen Bremsen machst, kannst auf die 280mm belüftet umsteigen, wenn diese noch nicht montiert ist. Kostet kaum was, gibts serienmäßig, wenig Umbaufwand und ist gut.


    Tip4:
    Keine Stahlflexbremsschläuche.


    Tip5:
    Deine ersten Auspufferfahrungen werden vermutlich mit Schellen etc. sein.
    Walker ist besser als Boasl, noch besser Edelstahlzeug ausm Internet. Aber billig vor Ort gibts meist Walker und Bosal. Dann Walker nehmen.