Beiträge von Avant-Dilettant

    Wäre ja auch mal interessant, wie das Öl aussieht und ob da Späne drin sind.
    Ist auf jeden Fall eine Dignosehilfe mehr und ggf. eine kleine Verbesserung.
    Zumindest schaden kann es nicht.


    Kleiner Tip beim Schrauben: Immer erst die Einfüllschraube öffnen, dann die Ablaßschraube.
    Das gar nicht mal so sehr wegen der Luft, nein, die zieht recht flott rein. Stell Dir vor, Du bekommst zuerst die Ablaßschraube ab, aber aus irgendeinem Grund die Einfüllschraube nicht!
    - Dann ist das Öl aber schon draußen...
    ;)

    Nun, da liegt die Vermutung nahe, daß durch den natürlichen Verschleiß die Zahnräder einfach lauter geworden sind.
    Ist von hier schwer zu beurteilen, klar.


    Was ich mal hatte, aber nicht bei einem 80er, war, daß das Getriebeöl einfach "zerquirlt" war. Nach einem Wechesel war ein deutlicher Unterschied zu hören. Aber ein wenig "gesungen" hat das Differential trotzdem.


    Wichtig ist es nur, ein verschlissenes Lager auszuschließen.
    Bei einem Polo hatte ich mal so ein turbinenartiges Singen in den ersten beiden Gängen. Da was es das Lager der entsprechenden Welle, was aber recht einfach zu tauschen war.


    - Das mal so als Ideenvorlage.

    Die Lösung ist gefunden.


    Es war ein Zündkabel, das nicht richtig funktionierte. Das gemeine dabei: das Kabel selbst ist ok, es hat denselben Widerstand wie die anderen - auch auf Zug. Aber im Stecker selbst scheint ein Übersprung stattzufinden. - Stöhn!


    Jetzt hatte ich auf Verdacht Einspritzdüsen besorgt, aber die wurden nicht gebraucht. Dann gehen die zum selben Preis in die Kleinanzeigen.

    Jonny: Die ESV hatte ich auch im Verdacht!
    Aktuell sieht es sogar sehr danach aus. Denn eigentlich müßte es doch bei intakter Gemischaufbereitung ordentlich nach Sprit aus dem Auspuff riechen, oder? - Tut es aber gar nicht!


    Also kann ich mir aktuell zwei wahrscheinliche Varianten vorstellen:
    - Kontaktproblem eines ESV-Steckers durch Kondenswasser
    - defektes ESV


    Meine These dazu: Kein Zündfunke aber Benzin = Spritgeruch aus dem Auspuff.
    Kein Benzin aber Zündfunke = kein Spritgeruch aus dem Auspuff.



    Gibt es weitere Ideen, mit denen sich das Problem erklären läßt?

    Nachdem der Motor schon 20 Minuten lief, ist während der Fahrt in einer Tempo-30-Zone unvermittelt ein Zylinder ausgefallen. Kein Geräusch oder so, plötzlich fehlte einfach ein Zylinder.


    Merkwürdig ist auch, daß er ab und zu bei wenig Gas um die 2.500 U/min ganz kurz mal einen Satz macht, so, als ob der fehlende Zylinder kurz wieder dabei ist.


    Jetzt hatte der Wagen die letzte Zeit sehr viel Kurzstrecke. Von meinem Käfer kenne ich das, daß sich durch die Kurzstrecke irgendwo Kondenswasser gebildet hat, daß zu Aussetzern führte. Die letzten Tage war es hier auch tagsüber sehr feucht und nachts dann frostig.
    Nun ist der Motorraum aber seit Stunden warm, so ganz kann es das nicht sein.


    Das Gesicht der Kerzen habe ich geprüft, alle gleich, so wie es sein soll.
    Die Zündkabel habe ich durchgemessen, die liegen samt Steckern alle um die 5,6KΩ, kein Ausreißer dabei.
    Kappe und Läufer sind so gut wie neu, auch hier sieht alles gut aus.


    Da jetzt im Mortorraum alles warm ist und es draußen dunkel wird, mache ich morgen weiter. Dann kann ich auch den fehlenden Zylinder suchen, indem ich den Motor an mache und am Abgaskrümmer fühle.


    Aber was kann es noch sein? Irgendwelche Ideen, TIps oder Erfahrungen?!

    Bestens!


    Dann sach' ich mal:
    Wer grob aus der Gegend um Göttingen kommt und Angst vor dem Löten beim Relais 30 hat, kann sich gern bei mir melden.
    Werkzeug ist da und einen frischen Kaffee gibt es, während der Lötkolben anheizt, auch noch.

    So, bin jetzt 2 Tage wieder ganz normal gefahren. Das Relais war schuld. Fahrgefühl mittlerweile ein völlig neues, gutes. Keine Drehzahlschwankungen, bessere Beschleunigung etc. Das ganze fing vor fast 2 Jahren an, wo manchmal ein extrem unrunder Motorlauf war (selten) oder man so bei 70 kmh im 5. Gang gefühlt hat, als wenn er wohl will aber dich von hinten was festhält. Und das alles nur wegen sonem 10 Euro Teil. Kann jedem ABK Fahrer nur empfehlen das Teil zu tauschen


    Wenn ich diese Relais-30-Show richtig verstehe, krankt das immer an den kaputtgerüttelten Lötstellen, da diese gleichzeitig als Abstützung der inneren Kontakte wirken und durch die Schalterei der Kontakte ermüden, ja?
    Sollte dem so sein, werde ich mein Relais auch mal vorsichtshalber nachlöten. Mal sehen, ob dann in Leistung oder Verbrauch ein Unterschied zu merken sind.


    Vorallem ist die Sache dann ja ganz einfach und es braucht auch nicht ein Neuteil, wenn es immer nur die Lötstellen sind.


    - Kann das jemand so bestätigen?

    Davon ab hat E85 eine Oktanzahl von 104, da lache ich nur über diese Shell-Maketingplörre - guckst Du:


    http://de.wikipedia.org/wiki/O…hlen_von_Ottokraftstoffen


    Was den Ethanolbetrieb angeht, ist die Oktanzahl also immer absolut im sicheren Bereich. Haken hinter.


    Der größte Unterschied zwischen Benzin und reinem (!) Alkohol ist der um 36% geringere Brennwert des Alkohols.
    Da der Verbrennungsablauf des Alkohols laienhaft ausgedrückt etwas "längergestreckt" (und somit auch "weicher") ist, wird das teilweise sogar noch aufgefangen. Gerade unsere - für Zweiventiler recht hoch verdichtete! - Langhubmotoren können das sehr gut ausnutzen.


    Aber wie schon gesagt, ab 50% E85 halte ich eine Anpassung (höherer Benzindruch z.B. per einstellbaren Druckregler) für angeraten. Der geringere Brennwert muß irgendwie zumindest zum Teil abgefangen werden. Ein wenig kann das die Lambda machen (weiß hier wiklich niemand, wie groß deren Regelbereich ist?!?!? - "VAGler" vor, bitte!).
    Manche bauen auch andere Einspritzdüsen mit erhöhtem Durchlaß ein. Bei dieser Methode ist der Wagen dann aber eben auf E85 festgelegt. Oder er läuft notfalls auf Benzin gnadenlos zu fett - wobei auch hier die Lambdaregelung noch einiges rausnimmt.


    Und was eben auch immer wieder gern falsch gemacht wird, ist von nichts auf sofort reines E85 in einen nahezu leeren Tank zu füllen. Dann wundern sich die Leute, daß die Karre direkt nach dem Tanken zickt. Einerseits muß die Motorsteuerung den neuen Sprit noch "lernen", andererseits ist eben brennwertmäßig auch irgendwo eine Grenze, wenn nichts angepaßt wird.
    Darüber hinaus löst sich die nächsten Tage der Schmutz der letzten 20 Jahre bei dieser Art der Brutalbetankung schlagartig und kann schlimmstenfalls den Spritfilter zusetzen.


    Also: langsam steigern! Es trinkt ja auch kein vernünftiger Mensch zwei Flaschen Bier glechzeitig sondern eine nach der andern...


    Das größte Problem ist, daß der Preisunterschied zwischnen E85 und Benzin aktuell zu niedrig ist, um die 15-20% Mehrverbrauch auszugleichen - und da sind die (wenn auch überschaubaren) Kosten für eine Anpassung noch nicht drin. - Wenn das einer aus Idealismus oder Bastelfreude macht, ist das wieder was anderes.

    Jeder hat seine Gründe, E-irgendwas zu fahren - oder eben nicht.


    Meine hatte ich bereits genannt, Deine kann ich ebenso nachvollziehen.


    Wir sind uns wohl aber einig, daß ohne Nachdenken irgendwas zu tanken böse schief gehen kann (wobei ich das bei E10 nicht glaube).
    Beispiel: Die genannten Undichtigkeien entstehen nicht durch Ethanol, sie kommen erst dadurch zu Tage. Klar, eine fertige Dichtung, die nur noch durch klebrigen Benzindreck zusammengehalten wird, schwenkt unter E85 die weiße Fahne. Aber das ist mir lieber, als wenn sie unter reinem Benzin im nächsten Urlaub den Geist aufgibt.


    Ich habe erfolgreich einen BMW 525i mehrere Zehntausend Kilometer auf E85 pur gefahren. In einem Forum haben mich dann auch immer wieder Leute angeschrieben, was dabei alles zu beachten ist. Irgendwann habe ich dafür dann eine umfassnde Anleitung geschrieben. Prinzipiell geht das alles auch beim 80er, aber mir fehen eben noch ein paar Infos.
    Übrigens habe ich seinerzeit Experten erlebt, die so mal eben von Benzin auf E85 umgestiegen sind. Ja, die hatten Probleme, weil sich der Schmonz im Tank förmlich über Nacht gelöst hat, was dann zu Problemen geführt hat. Mein Tip: Dreck, der langsam ansetzt, sollte auch langsam gelöst werden. Daher ist dem Auto eine Übergangsphase zu gönnen. Und ein neuer Spritfilter nach 1.000km E85, bzw. nach zwei Wochen auf E85.


    Davon ab fahre ich mittlerweile so wenig, daß sich eine Anpassung des Autos nicht mehrt lohnt. Daher fahre ich ich jetzt ein Gemisch, das auf etwa E45 hinausläuft. Über die Ersparnis brauchen wir bei etwa 5.000km/Jahr mit Sicherheit nicht zu reden. Meine Hauptgründe sind diese:
    1. Die benzinführenden Teile werden schonend gereinigt.
    2. Es bilden sich weniger Ablagerungen.
    3. Ich bin ein Bastelfritze, der nunmal auf solche Spielereien steht.

    Na aufn jahr im regelfall... ;)


    Schon klar soweit. Wird das Auto täglich benutzt, wären das 3-6km am Tag im Durchschnitt. - Ahnst Du, was ich meine?


    Das ist die Strecke, die der Vorbesitzer von meinem täglich gefahren ist. Anfangs lief der echt Kagge. Jetzt mit mehreren Lagstrecken und E45-Füllung schnurrt er langsam wie ein Kätzchen und das Öl ist schön klar.


    Das war übrigens bei meinem BMW nach 40.000km recht cool. Da war der ganze Dreck aus dem Motor raus und beim Ölwechsel war das Öl immer noch honigfarben. Warum ich es trotzdem gewechselt habe?- Weil die Moleküle im Laufe der Zeit kaputtgeschert werden. Ich denke, 20.000km sind für eine Ölfüllung bei einer 90er-Jahre-Karre ein guter Wert.