Beiträge von tt90

    Die 1,9mm (+1,1mm Toleranz) müssen im warmen Zustand unter anstehendem Benzindruck im Mengenteiler eingestellt werden, das hat nichts mit dem Leerweg bis zum Aufsetzen der Stauscheibe auf dem Gummi zutun. Der Luftfilter muss also abmontiert werden und von unten wird dann eingestellt.


    Hast du beim Tausch des Mengenteilers auch einen anderen Drucksteller übernommen? Wenn der Druckstellerstrom an der Regelgrenze ist, kann es gut angehen dass an der kleinen Inbusschraube auf der Rückseite des Druckstellers gedreht worden ist, sodass er zu stark anfettet. Das kann dann auch nicht über das Drehen an der CO Schraube reguliert werden (ist ohnehin nur für den Leerlauf). Auf 2500 rpm sollte der Druckstellerstrom im negativen Bereich pendeln.

    Hallo,


    ich habe noch etwas experimentiert. Da ich noch einen Drucksteller von alten Mengenteiler liegen hatte, habe ich testweise die Stellschraube auf der Rückseite des Druckstellers reingedreht, insgesamt ca. 1/4 - 2/3. Der Motor startet dann in allen Zuständen ohne rumzuorgeln. Problem ist dabei, dass der Druckstellerstrom auf - 13 mA hängen bleibt - läuft also viel zu fett, und zwar im Leerlauf als auch bei höherer Drehzahl. An der CO-Schraube habe ich nicht korrigiert, würde aber ohnehin nur Einfluss auf den Leerlauf haben.


    Sonst weiß ich auch nicht weiter - vielleicht baue ich mir beim Schrotti nochmal einen anderen Mengenteiler und LMM aus, und teste dann nochmal.


    Kompression habe ich auch geprüft, liegt bei allen Zylindern auf 14 Bar.


    Grüße

    Moin,


    ich hatte während der Saison nicht die Zeit mich mit der Problematik weiter auseinanderzusetzen.


    Falschluft habe ich nachgeprüft, indem ich die einzelnen Schläuche ausgebaut und auch reingepustet habe, Druckverlust war da nicht zu merken.
    Außerdem habe ich jetzt einen neuen, zweiflutigen Abgaskrümmer drin sowie einen neuen Zündverteiler von Bosch.


    Testweise habe ich aus einem AAR den Mengenteiler inkl. Drucksteller / Stauscheibe / Poti gewechselt, aber auch das hat keine Veränderung mit sich gebracht.


    Was mir noch aufgefallen ist, im kalten Zustand (Kaltstartventil spritzt nicht mehr ein) beim Losfahren hat er nicht die volle Leistung und beschleunigt nur widerwillig. Außerdem schießt er in den Ansaugtrakt rein, wenn man das Gaspedal bis zur 2. Drosselklappe durchtritt, was sich als Plopp in der Lufthutze deutlich bemerkbar macht. Auf Betriebstemperatur ist das nicht so.


    Steuerzeiten habe ich nochmals überprüft, stimmen genau. Der Zündzeitpunkt passt auch genau mit abgeblitzten 15 Grad vor OT im Diagnosemodus. Fehlerspeicher habe ich heute mal ausgelesen - sowohl für die VEZ als auch für das Motor-STG gibt er 4-4-4-4 aus, also kein Fehler.


    Mit abgestecktem KSV springt er kalt nur nach langem Orgeln an, ich weiß leider nicht ob das normal beim NG ist.


    Vielleicht hat ja noch jemand 'ne gute Idee parat.


    Grüße
    Tom

    Moin.


    Ich habe selbst auch zwei B4er mit der ABT-Maschine, welche auf CNG bzw. LPG laufen. Das Steuergerät für die Gasanlage benötigt zum einen das Lambdasondensignal. Die Sonde wird direkt an das Steuergerät angeschlossen und von dort geht auch ein Kabel ab, das an das Motorsteuergerät geht. Im Gasbetrieb sollte ein emuliertes Signal an das Motorsteuergerät (0,1 - 0,9 V) geliefert werden. Zum anderen wird vom Drosselklappenpoti ein Signal abgegriffen (TPS-Signal). Desweiteren wird die Stromversorgung der Einspritzdüse (in dem Stecker wo auch der Ansauglufttemperatursensor seine Pins hat) beim Umschalten auf Gas unterbrochen. Ich würde die Stecker genau anschauen (Tülle zurückschieben), nicht dass da aufgrund der notwendigen Umbauten Kontaktprobleme sind.


    Wichtig ist ja erstmal, dass er auch auf Benzin vernünftig läuft. Nimm die Lambdasonde mal aus dem Kontakt vom Gas-Steuergerät raus und klemme sie direkt ans Motorsteuergerät an und miss dann mal die Spannung, sollte schön hin- und herpendeln. Fehlerspeicher kann man auch zu Hause auslesen, mit nem einfachen KL-Diagnoseinterface aus der Bucht o.Ä. So kompliziert ist die Motronic eigentlich nicht. Ich hatte allerdings bei mir Probleme mit der Gemischanpassung (im Steuergerät stand immer wieder Gemischanpassung - Regelgrenze sporadisch überschritten). Besonders im kalten Zustand ruckelte er wie doof - nachdem ich die üblichen Verdächtigen ausschließen konnte, lag es an der korridierten Masseverbindung von der Batterie zum Getriebe hin. Einfach mal anschauen oder durchmessen und ggf. mit Schleifpapier nachhelfen. Die Lambda bekommt ihre Masse ja über den Krümmer, und wenn da die Masse nicht stimmt, kann das echt zu Problemen führen.


    Gruß Tom

    Moin,


    also die Videos funktionieren bei mir.


    Benzindruck wollte ich beim Boschdienst messen lassen. Die wollten sich darauf allerdings nicht einlassen, sondern das Auto insgesamt dabehalten um den Fehler selbst zu suchen 8| Habe selbst leider keine Messuhr dafür. Ich kann mir aber nicht erklären, weshalb der Heißstart gut funktioniert - bei Dampfblasenbildung müsste das Startverhalten mit zunehmender Temperatur ja schlechter werden.


    Mit der Falschluft ist es das selbe, dann würde es ja auch nicht nur im halbwarmen Zustand, sondern immer dann sein, wenn das KSV nicht mehr einspritzt. Habe trotzdem alles akribisch abgesucht, und die O-Ringe an den Düsen auch erneuert. Das enizige wo ich nicht bei war, sind die Simmerringe. Prüfen kann man das wohl schlecht.


    Bislang habe ich am Steuergerät der KE3 nur den Temperaturfühler durchgemessen. Das wäre eine Arbeit für außerhalb der Saison die einzelnen Kontakte mit den Sensoren und Aktoren zu überprüfen.

    Meiner hatte auch den dreipoligen drin, obwohl keine Klima oder AHK verbaut war. Habe den gegen einen zweipoligen getauscht, der bei 95 Grad direkt auf die zweite Lüfterstufe schaltet und zusätzlich habe ich ein neues Thermostat verbaut, welches bei ca. 80 Grad öffnet. Ich habe seitdem im Stadtverkehr konstant 90 Grad auf der Nadel stehen, und wenn er im Stau etwas wärmer wird, kühlt er ihn konstant auf ca. 93 Grad runter. Der läuft dafür dann natürlich ca. alle 20-30 Sekunden für einige Sekunden an.

    Moin,

    ich wollte das Thema noch mal wieder aufgreifen, denn die Problematik besteht nach wie vor.

    Ich habe seitdem neue Einspritzdüsen eingesetzt und die Lufthutze gegen eine neue gewechselt. Den Kraftstoffdruckregler habe ich testweise gegen einen anderen getauscht, ohne Verbesserung.


    Ebenfalls habe ich das Benzinpumpenrelais mal überbrückt, sodass die Pumpe dauerhaft läuft. Der Motor springt dann immer sofort an. Das hängt meines Erachtens damit zusammen, dass beim Abstellen die Pumpe weiterläuft und durch die sich absenkende Stauscheibe noch etwas Sprit eingespritzt wird. Wenn das Relais drin ist, ist mit dem Abstellen die Benzinpumpe ja sofort aus und es wird kein weiterer Sprit eingespritzt.


    Außerdem habe ich mir mal einen Schalter in den Innenraum gelegt, mit dem ich den Kontakt des Kühlmitteltemperaturgebers, der an das Steuergerät geht, unterbrechen kann. Dann wird nämlich das Kaltstartventil beim Starten angesteuert und der Motor springt spürbar besser an, ohne die Orgelei. Im kalten (15 Grad Außentemperatur) Zustand springt er ohne das KSV jedoch gar nicht an. Soweit ich es aus den Unterlagen gelesen habe, wird erst ab 40 Grad Kühlmitteltemperatur das KSV nicht mehr angesteuert beim Start.


    Habe zur Veranschaulichung heute mal 2 Videos gemacht - eines im halbwarmen Zustand (Stand nach Betriebstemperatur ca. 3 Stunden), und eines nachdem er auf Betriebstemperatur war und 3 Minuten stand.


    Ist die Spritmenge des Mengenteilers vielleicht zu gering, und weil die Kondensationsverluste bei nicht heißem Motor zu groß sind, springt er schlecht an?


    Grüße


    https://youtu.be/WSjINUi54f8
    https://youtu.be/PBCAa_P8Z14

    Das ist die Stauscheibe, und die muss in Ruhelage auf 1,9 mm + 1,1 mm (also zwischen 1,9 und 3,0 mm) unter der Trichterkante eingestellt sein. Zündung auf 15 Grad im Diagnosemodus eingestellt? Falschluft überall ausgeschlossen?

    Das Sägen des Motors klingt nach Falschluft - das Plastikrohr zum BKV bekommt gerne mal einen Riss. Ansonsten bietet die Suche zum Stichwort "Sägen" einige Ergebnisse ;)

    Dann mach doch eine Grundeinstellung und stelle den Druckstellerstrom auf schwankend 0 mA ein - dann läuft er weder zu mager noch zu fett. Natürlich erst wenn alles andere wie Falschluft usw. ausgeschlossen ist.

    Läuft er ohne angeschlossenem Drucksteller? Sollte er bei korrekter Einstellung nämlich. Schaut für mein Empfinden aufgrund der heftigen Drehzahlschwankungen eher nach Falschluft aus - wobei beim Thermostatwechsel eigentlich nichts Unterdruckrelevantes im Weg ist beim NF/NG. Check das trotzdem nochmal ab...

    Das wird nichts bringen, solange aus dem Mengenteiler - der im Übrigen mechanisch funktioniert - kein Sprit zu den ESVs kommt. Im Übrigen kann ja auch kein Druckstellerstrom gemessen werden, wenn der Motor nicht läuft. Wie bereits gesagt, beim Anheben der Stauscheibe muss durch den Benzindruck ein kleiner Widerstand zu spüren sein. Versuche dir - wenigstens testweise - einen anderen Mengenteiler zu organisieren, wohlmöglich ist doch etwas darin verharzt o.ä.

    Die Benzinleitungen sind alle richtig angeschraubt? Auch der Druckregler (kleine Dose neben dem Mengenteiler) ist verbaut? War bei beiden MT ein Drucksteller verbaut, oder hast du den jeweils umgeschraubt? Kann mir kaum vorstellen, dass beide einen Defekt haben - zumal auch ohne Ansteuerung des Druckstellers (sprich Zündung aus und nur Spritpumpe durch Relais brücken an) Benzin aus den ESV kommen müsste. Schraub ihn doch einfach mal ab und schau ob da Sprit rauskommt. Mach am besten auch mal ein paar Bilder von der Einspritzung, vielleicht findet man ja irgendetwas auffälliges.


    Gruß

    Nimm alle Ventile raus und halte sie in einen Becher oder ähnliches, und dann hebe die Stauscheibe bis zum Anschlag an. Dann liegt maximaler Druck an. Kann natürlich sein, dass die verharzt sind. Du kannst die Ventile ja auch mal umschrauben um sicherzustellen, ob es nicht ein Problem am Mengenteiler ist ;)
    Hattest du den Benzindruck mal gemessen? Denn die Ventile öffnen erst ab ca 3,x Bar.

    Okay, habe nur Erfahrung mit dem NG aus dem Cabrio, dort ist die Benzinpumpe außerhalb des Tanks verbaut. Beim B4 wird sie dann wohl im Tank verbaut sein.


    Das mit kurz Zündung ein verstehe ich nicht ganz. Bau dir doch eben ein Kabel mit zwei Flachsteckern und stecke es in die Arbeitskontakte vom Relaisträger der BePu. Das ist doch viel einfacher, statt nur für 1 Sekunde Spritdruck zu haben. Er läuft auch bei überbrücktem Arbeitskontakt logischerweise ganz ohne Relais.


    Beim Anheben muss dann Sprit rauskommen, und zwar auch aus den Einspritzventilen. Solange das nicht der Fall ist, braucht man sich über Höhengeber oder nicht korrekt eingestellte Ruhelage der Stauscheibe keine Gedanken zu machen. Die Scheibe muss übrigens 1,9mm (+-X mm - steht auf dem Aufkleber der Scheibe) unter der Trichterkante in Ruhelage sein, und bis zur Trichterkante ohne Widerstand zu bewegen sein. Einstellbar von unten über eine Blattfeder.


    Aus dem Vorlauf sollten die 6,5 bar rauskommen. Miss das mal bitte. Irgendwie muss man das Problem ja eingrenzen.


    Gruß

    Warum kümmerst du dich um die elektronischen Komponenten, wenn offensichtlich nicht einmal Sprit beim Anheben der Stauscheibe bei laufender Benzinpumpe rauskommt? Der NG würde auch gänzlich ohne Steuergerät laufen, die Einspritzung erfolgt mechanisch über das Anheben der Stauscheibe, die wiederum den Steuerkolben bewegt und so Sprit an die Einspritzdüsen freigibt, die glaube ich bei etwa 3 Bar öffnen. Wenn Benzindruck anliegt, muss die Stauscheibe etwas schwerer anzuheben sein. Vor- und Rücklauf müsste auch mit Pfeilen auf dem Mengenteiler gekennzeichnet sein. Kommt Sprit, wenn du den Vorlauf mal abschraubst? Du hast eine Benzinpumpe, die außerhalb des Tanks sitzt, oder? Vom Tank aus geht's - soweit ich mich entsinne - zum Kraftstofffilter, dann zum Druckspeicher (die ockerfarbene Dose) und dann zur Benzinpumpe. Mach doch mal ein paar Fotos von der Einspritzeinheit, manchmal erleichtert das hier die Fehlersuche.


    Gruß

    Überbrücke doch einfach mal das Benzinpumpenrelais, sodass die Spritpumpe dauerhaft läuft. Dann mal per Hand die Stauscheibe anheben und gucken, ob aus den Einspritzventilen ein kegelförmiger Spritnebel rauskommt. Solange das nicht der Fall ist, brauchst du dir über die elektronischen Komponenten erst einmal keinen Kopf machen.

    Das ergibt natürlich einen Sinn.


    Dann müsste ich den Motor drehen, bis die Kerbe auf dem Nockenwellenrad mit dem Ventildeckel fluchtet, anschließend den Zahnriemen abnehmen und die Kurbelwelle um einen Zahn versetzen, und dann den Zahnriemen wieder auflegen.. Dann sollte es passen, oder?


    Grüße