"Malen nach Zahlen" funktioniert nicht, wenn man sein Fahrzeug reparieren will!
Die verschiedenen Öldruckschalter unterscheiden sich (zumindest bei Originalteilen) nicht nur in der Farbe, sondern auch im Druck, in der Funktion (Schließer/Öffner) und auch nach Motorisierung.
Klingt nicht nur blöd, ist auch keine gute Idee, denn diese künstliche "Intelligenz" ist keine, sondern sammelt nur zusammen, was irgendwann mal wer im www veröffentlicht hat, egal ob richtig oder falsch. N.m.K. wurden die techn. Dokumentationen zu den alten Audi noch nicht in Datenbanken erfasst, auf die "ChatGPT" Zugriff hätte, um ein qualifiziertes Ergebnis zu liefern. Und das gilt nicht nur in dem Fall, sondern generell! Deren "Ergebnisse" sollte man immer mit Hilfe der natürlichen Intelligenz hinterfragen!
ALLE Audi B4 (und auch die Vorgänger Typ 89) haben haben zwei Öldruckschalter, entweder als Einzelschalter oder beim "Niederdruckschalter" als Kombination mit einem Öldruckgeber. Egal ob mit oder ohne Drehzahlmesser, denn alle brauchen ein Drehzahlsignal für die Motorsteuergeräte, welches für die dynamische Öldrucküberwachung verwendet wird.
Obwohl ich es alleine hier schon gefühlt 25 Mal erklärt habe, noch mal ganz speziell für Dich:
Für die dynamische Öldrucküberwachung braucht es immer die zwei Schalter. Einmal den "Niederdruckschalter", entweder braun (0,3 bar) oder später ersetzt durch blau (0,25 bar). Das ist ein Öffner. Bei stehendem Motor hat man elektrischen Durchgang von der Anschlussfahne zum Gehäuse. Der schaltet die Kontrollleuchte ein, wenn die Zündung eingeschaltet wird. Wird der Motor gestartet und ein Öldruck von 0,25 bzw. 0,3 bar erreicht, öffnet der Schalter und die Kontrollleuchte geht aus. Der Schalter sollte, wenn alles original ist, oben auf dem Ölfilterhalter sitzen.
Der "Hochdruckschalter", beim ABT weiß oder "natur" (1,8 bar) ist ein Schließer und sitzt unten. Das ist ein Schließer. Der hat bei stehendem Motor oder unter ca. 2000 Upm keinen elektrischen Durchgang von der Anschlussfahne zum Gehäuse. Erst bei erhöhter Drehzahl schließt der Schalter und "signalisiert" dem KI (hier KOMBIINSTRUMENT), dass ausreichend Öldruck vorhanden ist. Fehlt das Signal ---> Lampe und Summer (sofern noch vorhanden und i.O.) an.
Der Schalter schwarz (1,4 bar) ist aus einem 6-Zylinder, wurde aber später durch einen Schalter rot (2,5 bar) ersetzt.
Und natürlich müssen die beiden Schalter auch mit den richtigen Kabeln verbunden sein, sonst funktioniert das Ganze nicht so, wie es soll. Offensichtlich hat sich der Vorbesitzer da vergeblich dran versucht und in letzter Konsequenz das Leuchtmittel aus der Kontrollleuchte entfernt.
An den "Niederdruckschalter" gehört das blau/schwarze Kabel, an den "Hochdruckschalter" das weiß/graue Kabel.
Wenn die richtigen Schalter verbaut und auf Funktion geprüft sowie an den richtigen Kabeln angeschlossen sind, sollte es funktionieren. Wenn nicht, muss man weiter schauen. Gut möglich, dass einer der Vorbesitzer bei seinen Bastelarbeiten ein Kabel abgerissen hat o.ä.
NACHTRAG:
Wenn ich es auf dem Bild oben richtig erkenne, sitzt oben kein "schwarzer", sondern ein brauner Schalter. Das wäre dann der originale (alte) "Niederdruckschalter", ein Öffner ---> prüfen.
Wenn dazu unten ein blauer Schalter eingebaut ist, hast Du zwei "Niederdruckschalter", einmal alt oben und neu unten. Dass kann nicht funktionieren!
Ich nehme an, nach dem Motorstart? Logisch! Bei kaltem Motor wird im Leerlauf ein Druck > 1,8 bar erreicht, der Hochdruckschalter schließt, Lampe geht an.

Da hat der Vorbesitzer unten den falschen Schalter eingebaut.