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buddd

Meister

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Sonntag, 13. März 2011, 12:16

Wer darf was eintragen???

Da ja bei dem ein oder anderem, hin und wieder mal, die Frage aufkommt: "Bei wem kann ich das eintragen lassen????", trage ich hier einmal meine Erfahrungen aus den letzten Wochen zusammen. (Ich beziehe mich jetzt nur auf TÜV, Dekra und GTÜ, da ich nur diese Unternehmen kenne)
Prüfzeugnisse:

1. Nicht eintragungspflichtig:

* Allgemeine Betriebserlaubnis
* Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile
* EG-Typgenehmigung
* EWG-Betriebserlaubnis
* EWG-Bauartgenehmigung


2. Eintragungspflichtig:

* Teilegutachten
* Festigkeitsgutachten
* sonstige Prüfzeugnisse
* KEINE Prüfzeugnisse

Wer darf die HU machen???
-Generell darf ich zum TÜV, zur Dekra und zu GTÜ gehen.

Wer draf die Sonderabnahmen machen ???
- Wenn in dem Gutachten :" nach §19(3) der StVzO" steht, dürfen TÜV, Dekra und GTÜ die Abnhame durchführen
- Sollte in dem Gutachten aber :"nach § 19 Abs. 2 in Verbindung mit § 21 der StVzO" o.ä stehen, ist man gezwungen zum TÜV (West) oder Dekra (Ost) zu fahren.

Änderungsabnahme/Anbauabnahme (sagen wir mal: simple Eintragung von nem Spoiler): nach § 19 Abs. 3 Nr. 4 mittels Teilegutachten und falls vom Halter gewünscht auch für nicht eintragungspflichtige Fahrzeugteile mit Prüfzeugnissen (also mit ABE, EWG-Bauartgenehmigung usw). Wird durchgeführt von JEDEM aaP, PI oder aaS/aaSmT, also prinzipiell von jeder Überwachungsorganisation wie TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS, und wie sie alle heißen.

Begutachtung (Einzelabnahme) gemäß § 19 Abs. 2 in Verbindung mit § 21 StVZO, mittels Teilegutachten, Festigkeitsgutachten oder GANZ OHNE Prüfzeugnisse, durchgeführt von Amtlich anerkannten Prüfern (aaP) oder Amtlich anerkannten Sachverständigen mit Teilbefugnissen (aaSmT) die in einer Technischen Prüfstelle (TP) arbeiten.
Das sind also im Westen die TÜVs und im Osten die Dekra, sonst keiner.

Der Unterschied besteht einerseits in der Art des Prüfzeugnisses bzw. dessen Inhalt, und desweiteren abhängig von 3 Punkten:

-Ändert sich die Fahrzeugart?
-Ist eine Gefährung anderer Verkehrsteilnehmer zu erwarten
-verschlechtert sich das Abgas oder Geräuschverhalten

Trifft einer der Punkte zu, muss eine Begutachtung (also ne Einzelabnahme) nach §19 Abs 2 durchgeführt werden. Das ist im Regelfall aber aus dem Gutachten (sofern vorhanden!) ersichtlich, welche Art der Eintragung durchgeführt werden muss.


Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp:
-Wenn ihr gezwungen seit, zum TÜV zu fahren, dann fahrt nicht in eine "TÜV-Station". Sondern geht in eine Werkstatt und macht da einen Termin zum TÜV. Meistens sind die Prüfer dort sozialer und vorallem viel freundlicher. Man kann mit ihnen einfacher und besser diskutieren.

Das sind zumindest meine Erfahrungen. Das ganze kann/soll natürlich gerne ergänzt werden.

Edit: Habe mal ein paar Sachen in die Liste eingepflegt, thx an mithras für seinen Beitrag und entschuldige bitte das ich etwas raubkopieren musste ( sein Beitrag steht weiter unten. habe Teile nur hoch kopiert damit sich nicht jeder duch den freed wühlen muss)

Die Zeit ist nicht mehr fern, in der bei einem Wasserrohrbruch genug qualifizierte Akademiker in ihrem Wohnzimmer den steigenden

Wasserstand berechnen können, aber kaum jemand da ist, der imstande wäre, den Schaden zu beheben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »buddd« (13. März 2011, 17:57)


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Stefan.R (05.07.2015)

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Sonntag, 13. März 2011, 12:57

Hehe guter Tip den werde ich mir direkt mal speichern.

Audi 80 B4 Avant 2,6 l quattro
:thumbsup:

1.061 Stk. ( Stand: 2012) in Deutschland zugelassen.

Der Bock is abgemeldet und verkauft an einen guten Kumpel. Neues Fahrzeug Audi A3 8P.

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Sonntag, 13. März 2011, 12:59

Und bei Werkstätten bekommt man Erfahrungsgemäß leichter die Plakette, da die Prüfer die Meister kennen und den Meister vertrauen :phat:

mithras

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4

Sonntag, 13. März 2011, 13:38

Ich ergänz nochmal ein wenig.

Prinzipiell gibts einigen Dschungel zu überwinden, bzw. zu durchblicken bei den diversen Teilen, die man immer so bekommt.

Prüfzeugnisse:
1. Nicht eintragungspflichtig:
  • Allgemeine Betriebserlaubnis
  • Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile
  • EG-Typgenehmigung
  • EWG-Betriebserlaubnis
  • EWG-Bauartgenehmigung


2. Eintragungspflichtig:
  • Teilegutachten
  • Festigkeitsgutachten
  • sonstige Prüfzeugnisse
  • KEINE Prüfzeugnisse


Änderungsabnahme/Anbauabnahme (sagen wir mal: simple Eintragung von nem Spoiler): nach § 19 Abs. 3 Nr. 4 mittels Teilegutachten und falls vom Halter gewünscht auch für nicht eintragungspflichtige Fahrzeugteile mit Prüfzeugnissen (also mit ABE, EWG-Bauartgenehmigung usw). Wird durchgeführt von JEDEM aaP, PI oder aaS/aaSmT, also prinzipiell von jeder Überwachungsorganisation wie TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS, und wie sie alle heißen.

Begutachtung (Einzelabnahme) gemäß § 19 Abs. 2 in Verbindung mit § 21 StVZO, mittels Teilegutachten, Festigkeitsgutachten oder GANZ OHNE Prüfzeugnisse, durchgeführt von Amtlich anerkannten Prüfern (aaP) oder Amtlich anerkannten Sachverständigen mit Teilbefugnissen (aaSmT) die in einer Technischen Prüfstelle (TP) arbeiten.
Das sind also im Westen die TÜVs und im Osten die Dekra, sonst keiner.

Obacht geben: Die "Eintragung nach §21" ist also gar kein "§21" sondern ne Eintragung nach "§19 Abs 2" !!!

Der Unterschied besteht einerseits in der Art des Prüfzeugnisses bzw. dessen Inhalt, und desweiteren abhängig von 3 Punkten:

-Ändert sich die Fahrzeugart?
-Ist eine Gefährung anderer Verkehrsteilnehmer zu erwarten
-verschlechtert sich das Abgas oder Geräuschverhalten

Trifft einer der Punkte zu, muss eine Begutachtung (also ne Einzelabnahme) nach §19 Abs 2 durchgeführt werden. Das ist im Regelfall aber aus dem Gutachten (sofern vorhanden!) ersichtlich, welche Art der Eintragung durchgeführt werden muss.

Desweiteren kann es noch sein, dass mehrere sich gegenseitig beeinflussende Änderungsabnahmen zu einer Begutachtung führen, das entscheidet der Prüfer dann nach eigenem Ermessen. Beispiel: 18-Zöller mit 245er Schluffen draufgepackt, die Kotflügel gezogen, 30er Spurplatten rundrum drauf, die Bude Tiefergelegt, nen Sportstabi verbaut, und dann soll der TÜV das mal alles per 19.3 eintragen. Pustekuchen. Der aaP wird daraus eine Begutachtung machen, da durch die vielfältigen Änderungen nicht nur Abgas und Geräuschverhalten (Dicke Schluffen brauchen mehr Sprit und rollen meist lauter) sondern auch Gefährung von Verkehrsteilnehmern erwartet werden kann (durch gegenseitige Beeinflussung der Fahrwerksteile und somit verändertem Fahrverhalten, das möglicherweise nicht mehr sicher beherrschbar sein könnte). Selbst wenn für alle Sachen einzeln Teilegutachten mit vorgeschriebener Änderungsabnahme nach 19.3 vorliegen.

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Sonntag, 13. März 2011, 17:45

RE: Wer darf was eintragen???


- Sollte in dem Gutachten aber :"nach §21 der StVzO" stehen, ist man gezwungen zum TÜV zu fahren.



Und solltet ihr in Neufünfland wohnen, ist dafür statt des Tüv die Dekra zuständig
Das KBA sagt, vom 0588/492 gibts noch 128 Zugelassene.Einer steht bei mir ;)

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Sonntag, 13. März 2011, 17:47

Ost und West gibt es nicht... Wir sind eine Einheit oder Republik :phat: Und trotzdem leben wir noch immer danach.

Aber mithras hat's inzwischen erweitert ;)

Die Zeit ist nicht mehr fern, in der bei einem Wasserrohrbruch genug qualifizierte Akademiker in ihrem Wohnzimmer den steigenden

Wasserstand berechnen können, aber kaum jemand da ist, der imstande wäre, den Schaden zu beheben.

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