Zylinderkopfdichtung wechseln

  • Hallo Leute,
    bei meinem Audi 80 B3 1.8S PM steht die nächsten Tage/Wochen ein Zylinderkopfdichtung wechsel an. Ich Schraube soweit alles selbst an meinem Audi aber nun dennoch die frage an euch, was habt ihr für erfahrungen gemacht mit dem wechseln bzw abmontieren des Zylinderkopfes, ist es schwer? Ich habe das Buch So wirds gemacht und da ist einiges aufgeführt jedoch die frage auch wirklich alles?
    Deswegen müsste die gewechselt werden siehe Bilder :/


    Ich danke euch schonmal für eure Antworten :)
    Liebe Grüße
    Ivo

  • Ich weiß nicht wie es in dem Buch für dein B3 aussieht, beim B4 ist es schon recht detailliert. Allerdings wurde afaik darauf verzichtet auf die Tatsache hinzuweisen, beide Keilriemen zu demontieren, nebst Schwingungsdämfer an der Kurbelwelle. Ansonsten bekommst du weder die untere Zahnriemenabdeckung noch den Zahnriemen runter (den du bestimmt inkl. Keilriemen ersetzen möchtest ;) )
    Ich würde mir etwas Hilfe holen, in Form eines Freundes/Bekannten, der sowas schonmal gemacht hat, auch wenn er nur daneben steht und kluge Ratschläge gibt. :D

  • HI,


    ich würde ja die RWDs direkt mit machen. Abgesehen davon solltest du prüfen können ob der Kopf noch Plan ist. Für recht wenig Geld kann man den aber auch planen lassen.


    Wenn man aber schon so weit ist lohnt es sich eventuell auch die Ventile neu einzuschleifen und die Hydrostößel neu zu machen. Dann hat man zwar ein paar 100er rein gesteckt aber dann auch seine ruhe.


    MfG


    BB

  • Hi,


    nach den Bildern zu urteilen ist das nicht eine defekt ZKD. Ich denke eher das ist eine defekte Ventildeckeldichtung und/oder
    ein undichter Nockenwellensimmering.


    Wir leben ja noch in Zeiten der Schwerkraft und wenn die ZKD undicht wäre dann müsste das Öl ja nach oben fließen :D


    Du darfst nicht erwarten wenn du ein Schrauberbuch kaufst, das da alles ganz genau erklärt wird. Dann wären diese Bücher viel
    umfangreicher. Etwas mitdenken und Erfahrung mit der Materie ist da immer gut.

  • Dann hat man zwar ein paar 100er rein gesteckt aber dann auch seine ruhe.

    Naja, wo fängt man an und wo hört man auf....


    Ich hab bei meinem ZKD Wechsel vor ca. 100tkm um die 100€ investiert. Ich habe nur die ZKD, Zahnriemen und Ventildeckeldichtung gekauft.

  • Sicher das ist immer so ne Frage mit dem Anfangen und Aufhören. Der Ellring Satz ZKD plus alle Dichtungen und Bolzen kommt knapp über 100 Euro. Planen einschleifen plus Hydros kommen so um die 150 plus eben die Riemen.


    Alles in allem landet man am ende irgend wo knapp über 300. Dann ist der Kopf aber top.


    Ist halt alles Ansichtssache und auch immer eine Frage der Möglichkeiten.


    MfG


    BB

  • Naja, dafür muss im Prinzip nur das Nockenwellenrad runter, wobei du dafür entweder nen ordentlichen Schlagschrauber oder eine Gegenhaltemöglichkeit für die Nockenwelle brauchst.
    So wie es hier auf den Bildern aussieht würde ich eigentlich auch eher auf nen defekten Nockenwellensimmerring oder undichte Ventildeckeldichtung tippen. Es sei denn du hast auch noch Vermischung von Wasser und Öl.
    Kannste auch erst nochmal schauen ob die Muttern vom Ventildeckel noch richtig angezogen sind. Ne ganze Zeit nach dem wechsel der Ventildeckeldichtung musste ich die Muttern auch nochmal nachziehen weil die Dichtung sich wohl gesetzt hat und wieder undicht wurde.


    Aber ganze ehrlich, an deiner Stelle würde ich mir wen dazu holen der Ahnung hat. Wenn dir bei der Aktion was schief läuft hast du am Ende mehr Probleme als im Moment. ;)

  • Die schrauben hatte ich mal ganz leicht nach dem Wechsel der kopfdichtung nachgezogen gehabt, leider noch immer das selbe....
    Muss der Ventilkopf für die Demontage des Nockenwellerrades runter? Der Zahnriemen muss ja dann auch runter logisch richtig?
    LG Ivo
    :sdanke:

  • Ähm, ich denke du hast dich Verschrieben und die Ventildeckeldichtung ist gewechselt worden, nicht die Zylinderkopfdichtung. Das ist ein erheblicher Unterschied.


    Um den Simmerring zu wechseln muss der Zylinderkopf nicht runter, daher ist der Aufwand deutlich geringer als ein Wechsel der Zylinderkopfdichtung.


    Der Zahnriemen muss selbstverständlich zumindest entspannt werden. Es wird immerwieder behauptet das ein Zahnriemen der einmal entspannt wurde nicht noch einmal verwendet werden darf, daher sieht die mustergültige Lösung wohl so aus, dass der Zahnriemen im gleichen Zug komplett erneuert wird. Meine persönliche Meinung ist, dass es nicht unbedingt erforderlich ist den Zahnriemen jetzt schon wieder zu wechseln. Der Zahnriemen unterliegt schließlich auch im Betrieb permanenten Zugspannungsschwankungen, weshalb ich nicht nachvollziehen kann, weshalb ihm die kurzzeitige Demontage schaden sollte.

  • Oh tut mir leid mein fehler, ich meinte die Ventildeckeldichtung die schon getauscht wurde.
    Danke für dein Tipp ich denke ich werde auch den Alten Zahnriemen wieder draufziehen :)
    Nur noch eine frage kennst du oder jemand zufällig die Teilenummer vom Simmerring für den B3 1.8S :)?
    LG Ivo

  • ich würde einigen meiner vorredner mit defekten bzw. undichten NW Simmering zustimmen.



    zuerst musst du die nebenaggregate beim PM lockern. d.h. lichtmaschine, wasserpumpe und servopumpe. danach die riemenscheibe der KW abschrauben (4inbusschrauben). danach benötigst du eine zweite person, die das rad der wapu mit deren keilriemen nach oben zieht (gegnhält), wärend du die schrauben löst. dann erst kannst du das rad der wapu abschlagen und erst dann kannst du die untere zahnriemenabdeckung lösen und abnehmen.
    danach den Motor auf OT drehen und das zahnrad des zündverteilers markieren. er hat zwar eine OT markierung, jedoch vor 2 wochen haben wir festgestellt, die passt net...bzw. war nich arretiert.
    unbedingt muss auch die laufrichtung des zahnriemens markiert werden..warum steht auch im buch...


    danach kannst du das NW-rad entweder blockieren mit nem hebel oder holst dir einen nockenwellen-gegenhalter. was für anbauteile sonst noch wegen des deckels weg müssen, weis ich beim pm nicht.


    wenn du aber den ventildeckel herunter hast, musst du die muttern der NW-lagerschalen lösen und markieren bzw. die positionen (auch richtung) merken, denn diese sind auf die NW eingeschliffen. bei falscher einbaureihenfolge kann sich die NW blockieren.


    einbau erfolgt genau anders herum. es gibt jedoch einiges zu beachten:


    stehbolzen der NW lager sollen laut audi ersetzt werden ( ich nenne es, da bei uns einer vor den angegebenen 15Nm abgebrochen ist), sowie die muttern. der simmerring muss versetzt eingebaut werden. wenn du den alten simmerring abziehst, siehst du 2-3 riefen in der NW. wenn du den neuen auf der selben stelle einsetzt, dann wird dieser mehrere liter öl ablassen, auf wenigen hundert kilometer. nachdem der neue simmerring drauf ist, erstmal anpassen am kopf mit lager ob dieser zu weit außen oder innen ist.
    dann montieren...
    wenn du dann den zahnriemen drauf hast (noch nicht abdeckungen drauf (nur zahnriemen drauf und spannen)), den motor mehrmals durchdrehen und den zündverteiler einstellen. hierfür motor auf den strich nach der null drehen ( kommt ca. 1-2 zähne nach OT, auf der schwungscheibe). dieser strich ist der ZZP des verteilers. dann die verteilerkappe demontieren und du siehst den läufer mit einem messingkontakt. unter dem läufer ist eine kappe, die eine kerbe (hinten richtung zk und getriebeglocke), hat. der messingkontakt muss mit dieser kerbe eine linie bilden. wenn nicht, dann die 8er schraube (13er schlüsselweite - eine schraube) unter dem verteiler lösen und den verteiler drehen bis beides eine linie bildet...


    zündverteiler fest ziehen und wieder zusammenbauen. motor ohne nebenaggragate starten...läuft..super..alles wieder ran und fertig^^


    berichtigt mich!!! aber ich bin mir fast sicher, dass man besser kommt, wenn man die NW demontiert, aus dem kopf...

  • hierfür motor auf den strich nach der null drehen ( kommt ca. 1-2 zähne nach OT, auf der schwungscheibe. dieser strich ist der ZZP des verteilers.


    :hail: Verzeiht mir, Erleuchteter. :D
    Der Strich kommt vor der Null, da ZZP vor OT liegt.


    Allerdings würde ich dem Treadersteller dringend empfehlen, sich Hilfe beizustellen. Nach der Ventildeckeldichtung würde ich vorsichtshalber auch nochmal gucken. Wäre ja nicht die erste VDD die mit den falschen Stehbolzen verbaut wurde. ;)

  • HI,


    wieso bitte gleich die ganze Nockenwelle ausbauen.


    Die Scheibe von der Nockenwelle abbauen und den Simmerring raus machen. Ab beste mit einem passenden Abzieher, wobei es da auch die McGiver Methoden gibt.


    Dann am besten mit was passendem den neuen Simmering eintreiben. Aber bitte nicht auf die Selbe stelle wie den alten. Ein wenig davor oder eben dahinter wies gerade eben so passt.


    Scheibe wieder drauf und fertig.


    ABER der gegenhalte ist recht teuer und rummurksen mit was gebasteltem würde ich da nicht.


    Da der original Gegenhalter recht teuer ist, den entweder leihen oder eventuell machen lassen.


    Gibt hier einen Thread im den ich die Preise für das ding gelistet habe.


    MfG


    BB


    http://www.ebay.de/itm/Gegenha…zeuge&hash=item2ecca3c9f2

  • Aber bitte nicht auf die Selbe stelle wie den alten. Ein wenig davor oder eben dahinter wies gerade eben so passt.


    Sorry, aber das funktiniert nicht, der Dichtring hat einen Anschlag nach hinten, und nicht ganz rein treiben , geht auch nicht.


    Gruß
    Hermann

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