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Julle

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Mittwoch, 10. April 2019, 13:19

2.0 ABT schlechte Gasannahme bis hin zu Motor geht aus

Hallo Community,

Motor: ABT 2.0l 90PS, Zentraleinspritzer MonoMotronic

Laufleistung: 275.000km

Folgendes Problem:

Zwischen Drehzahl ca. 1500rpm und 2200rpm nimmt der Motor sporadisch kein Gas an. Es fühlt sich fast an wie Zündaussetzer, fehlender Kraftstoff o.Ä. Bei unveränderter Gaspedalstellung zieht der Motor dann nach wenigen Sekunden normal durch und das Fahrzeug beschleunigt.

Folgendes habe ich schon probiert und untenstehende Teile aus einem Schlachtfahrzeug mit 110.000km Laufleistung ausgetauscht:

- Zündspule inkl. Leistungsendstufe

- Komplette Einspritzanlage (Lauflaufansteller war der 6-polige, bei mir ist es noch der 4-polige)

- Lauflaufansteller (4-polig aus Golf III); habe nach dem Austausch das Motorsteuergerät

- Versuchte Stellglieddiagnose mit K409-Interface und VAG-COM, die leider nicht funktioniert hat (bin gar nicht bis zur Stellglieddiagnose gekommen; entweder wurde mir fehlende Vollversion als Fehler ausgegeben oder aber angeblich fehlende Kommunikation mit dem Interface. Verschiedenste Baudraten und COM-Ports bereits ausprobiert, keine Ahnung warum es nicht läuft)

Danach ist subjektiv keine nennenswerte Verbesserung zu eingangs geschildertem Problem eingetreten.

Oben erläutertes Verhalten zeigt sich nun weitestgehend nur noch bei kaltem Motor.

Ich hatte zuerst wie gesagt die Zündung in Verdacht, dann den Leerlaufansteller, da dieser auch für die Schubabschaltung verantwortlich ist und bin jetzt relativ ratlos.

Ich habe noch ein komplettes Zündgeschirr aus dem Schlachtfahrzeug liegen, was ich einbauen könnte.

Hier die Frage: wenn ich nur Verteilerkappe und Zündkabel tausche, muss ich dann den Zündzeitpunkt neu einstellen? Ich denke mal nein, solange die Welle im Motor verbleibt und nur die Kappe getauscht wird. Hallgeber ist doch auch in der Verteilerkappe oder?



Weiters hätte ich den Gummiflansch zwischen Einspritzung und Ansaugbrücke als Fehlerursache in Verdacht. Mögliche Undichtigkeiten, die nur bei kaltem Motor da sind und bei Ausdehnung durch Erwärmung wieder verschwinden. Beim Austauschen der Einspritzanlage hatte ich den aber nach optischer Kontrolle für gut befunden und daher nicht gewechselt.

Hab ihr sonst noch Ideen, insbesondere wie ich Step by Step vorgehen kann ohne auf Verdacht gleich alles tauschen zu müssen?

scattered_thoughts

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Mittwoch, 10. April 2019, 13:33

Fang mal an mit Abstecken der Lambdasonde.
Da du ja schon die Möglichkeit des Auslesens hast, solltest du auch die Werte des Kühlmitteltemperaturgebers überprüfen.
Zündkabel kannst du durchmessen und mal die Verteilerkappe abnehmen und auf Abbrand kontrollieren.
Zündung musst du nicht neu einstellen, solange du nicht die Schraube am Verteiler löst.
Sonst würde ich mal alle Unterdruckleitungen kontrollieren.

Julle

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Montag, 15. April 2019, 14:12

Abstecken der Lambdasonde wollte ich probieren.
Ich habe eine mit 3-Kabeln. Soweit ich recherchiert habe sind die beiden weißen Sondenheizung und das schwarze Kabel Signalleitung fürs Steuergerät.
Ich müsste dementsprechend alle 3 abklemmen. Für die beiden weißen funktioniert das auch, da diese auf einen Stecker gehen.



Das schwarze kabel jedoch scheint mir irgendwie verpresst zu sein (s.a. das untenstehende Bild), sodass ich nicht weiß wie ich das Abklemmen kann.


Diese schwarze Kunststoffummantelung ist schon gerissen und ziemlich porös, daher habe ich gar nicht großartig daran gerissen. Habt ihr eine Ahnung wie ich vorgehen kann?

Im Internet hatte ich gefunden wie es funktionieren soll die Lambda durchzumessen: Kann man das machen?

Zitat

1.) Pluspol vom Voltmeter an Signalleitung der Lambdasonde zum Steuergerät; 2.) Minuspol vom Voltmeter direkt an Masse bzw. Batteriemasse; 3.) Spannung sollte sich bei laufendem Motor im Bereich von +0,5...+0,8V schwankend bewegen.

Ich hatte zudem die Zündkerzen nachgeschaut, die ziemlich runter waren (s. Bild) und durch neue ersetzt. Verbessert hat es den unruhigen Lauf, schlechte Gasannahme bzw. das Leistungsloch besteht aber nach wie vor.
Werde heute Abend mal eine der neuen Kerzen rausdrehen und hier posten, damit das Zündkerzenbild angeschaut werden kann.



Zum Thema auslesen:
Wie beschrieben komme ich mit meinem K409 Diagnoseinterface in kein Steuergerät rein ergo auch nicht in den Fehlerspeicher, obwohl COM-Port: OK & Interface auch erkannt wird.
Ich hatte es am Wochenende erneut probiert (VAG COM in 2 verschiedenen Versionen und auch Carport Freeversion), leider ohne Erfolg.
Hat hierzu jmd. Ideen, welche Treiber, welche Bautrate, welche Software?

Monk1901

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Montag, 15. April 2019, 19:32

Thema Lambdasonde, du hast beim ABT nur eine Spannungssprungsonde vor dem Kat,

wenn der Motor im Stand und bei Volllast gut läuft und bei Teillast bzw. schnellem Lastwesel meckert ist es meist die Lambdasonde, messen kannst du die Spannung, sollt zwischen 0,5 und knapp 1,0V betragen, einfach ein Multimeter an die Signalleitung und Masse legen.

Die Fahrzeuge mit nur einer Lambdasonde (Regelsonde) sind da besonders anfällig...
hatte die gleichen Probleme


was auf fetzt ist, wenn du ein AU-Gerät hast und darüber die Sondenwerte bzw. dir den Lambdawert anzeigen lassen kannst.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube bei einer defekten Lambdasonde wird eine konstante Spannung von 0,45V abgegeben bzw. eine Spannung außerhalb der Toleranz.

ach und wegen dem Kabel, entweder du entfernst vorsichtig ein wenig Isolierung zum Messen oder Bastelst dir eine Steckverbindung dazwischen ^^
wenn du es aber vom Steuergerät trennst nimmt der Motor den theoretischen Wert, da sollte er, sofern das Problem von der Lambdasonne kommt, erstmal laufen


Hoffe das ist auf irgendeine Weiße hilfreich
LG =)

Gepard

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Montag, 15. April 2019, 19:53

Zum Testen reicht es die weißen Kabel zu trennen.
Im Stecker vom schwarzen Kabel ist eine Flachsteckhülse und entsprechenes Gegenstück. Das ist bei dir jetzt genauso zerbröselt wie bei mir. Ich hab den Rest vom Stecker dann mit einer Zange auch noch entfernt und das das ganze wieder zusammengesteckt und mit Schrumpfschlauch isoliert.

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Julle

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Sonntag, 21. April 2019, 11:14

Vielen Dank für die Antworten.
Ich hatte mit angesteckter Lambdasonde nach ca. 100km mal die neuen Kerzen rausgeschraubt, um mir das Zündkerzenbild anzuschauen.
Ergebnis war: sehr mager:


Anschließend Folgendes:

Zuerst hatte ich probiert nur die Sondenheizung (Stecker mit weißen Kabeln) abzustecken.
Das hat irgendwie überhaupt nichts genützt. Im Gegenteil, der Motor lief danach wie ein Sack Muscheln und wäre mir auf der Autobahn fast abgestorben.
Vielleicht lag die Signalleitung auch auf Masse und das Steuergerät hat nur noch Bahnhof verstanden und entsprechend Müll geregelt.

Also Lambdaheizung vorerst wieder angeschlossen.

Danach hatte ich dann zusätzlich auch mal die Signalleitung getrennt und siehe da er läuft wesentlich besser.
Hatte eben nach insgesamt ca. 120km mal die vordere Kerze rausgedreht. Ich würde sagen er läuft jetzt annähernd fetter:

Die Spannung von Signalleitung auf Masse hatte ich mal geprüft mit einem handelsüblichen "günstigen" Digitalmultimeter. Die Werte sprangen zwischen ca. 0,45V und 0,9V.

Zudem kam ich mit dem Diagnoseinterface in Verbindung mit VCDlite endlich einmal in den Fehlerspeicher, wo folgende Codes abgelegt waren:

Der Lambdafehler ist für mich logisch, da die Sonde ja abgesteckt war. Jedoch erschließt sich mir 00561 nicht so ganz, denn normalerweise verwendet das Steuergerät doch einen Ersatzwert zur Gemischaufbereitung und ist damit erstmal OK. Oder ist es normal, dass der Fehler immer zusätzlich zum Sondenfehler kommt?Zudem bin ich überrascht, dass die Kerzen noch nicht klassisch rehbraun sind oder wie lange dauert es bis sich ein ablesbares Kerzenbild einstellt?

Ich wollte heute nochmal im Fehlerspeicher nachschauen, nachdem ich beim letzten Auslesen alle Codes gelöscht hatte.
Nun kommts: selbst mit VCDSlite kam ich nicht mehr ins Steuergerät!

Im Testmodus von VCDSlite wurde der COM-Port und auch das Interface gefunden, Latency bewegte sich zwischen "poor", "fair" und "good". Hatte zwischenzeitlich nichts verändert.

So langsam habe ich keine Ahnung mehr warum die Verbindung nicht immer Zustande kommt.
Was meint ihr wie ich weiter vorgehen sollte?
Lambdasonde tauschen?
Ggf. Kraftstoffpumpenrelais mal tauschen?

Wie bekomme ich das Diagnoseinterface zuverlässig ans Laufen? Das würde die Fehlersuche erheblich erleichtern. Bzw. habt ihr hier Empfehlungen welches 3rd Party Interface zweifelsfrei funktioniert? Ich hatte damals auch ein bisschen dazu gelesen und das K409 wurde eigentlich für gut befunden, aber vielleicht gibts ja inzwischen ein besseres / zuverlässigeres.
Ich wünsche euch frohe Ostern!

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Sonntag, 21. April 2019, 22:33

oK

Fehler 561 ist ein problem der Gemischanpassung. D.h. er versucht in irgendeine Richtung zu regeln und kommt an die Regelgrenzen. Eine Möglichkeit wäre falschluft. Da gibt es doch die klassiker Gummiteil unter dem Zentraleinspritzer bzw. dieser Unterdruckschlauch. Oder Falschluft zur Lamdasonde. Wenn das ganze nicht mit deinem lamdasonden abziehen zusammen hängt....

Hast du einen klopfsensor. Der kann auch für kurzzeitige Leistungseinbrüche verantwortlich sein. Ist das Kabel brüchig? Raus damit.

Die Prüfung des Kerzenbild ist so eine Sache. Besser wäre es mal den CO Gehalt zu kennen.

'Ich habe das Auslesegerät von Auto-intern. Das geht einfach....

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »katze56633« (21. April 2019, 22:40)


scattered_thoughts

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Montag, 22. April 2019, 11:08

Tausch die Lambdasonde gegen ein Markenprodukt, dann solltest du Ruhe haben.

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Montag, 22. April 2019, 18:40

Die Katze hat recht, 00561- Gemischaufbereitung => Adaptionsgrenze überschritten
heißt im Klartext, das Steuergerät bekommt nicht genug Sprit in die Zylinder, was deutlich auf eine massive Falschluftquelle deutet, daher auch das magere Kerzenbild. Ansätze für mögliche Kandidaten gab es ja schon. "Vergaserflansch", Unterdruckleitung zum Bremskraftverstärker, Unterdruckleitung zum Taktventil Aktivkohlebehälter, eventuell Kaltlaufregler (falls vorhanden). Sehr viel mehr gibt es da nicht.
Auch möglich wäre eine sterbende Spritpumpe, halte ich aber eher für unwahrscheinlich.
Doku B4 ABT (Einer von nur noch 20871 Stck :phat: )
Sätze, die mir die Galle überlaufen lassen:
"Das haben wir schon immer so gemacht."
"Das haben wir so noch nie gemacht."
"Dafür bin ich nicht zuständig."

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Mittwoch, 24. April 2019, 08:53

Wenn er mit abgesteckter Lambdasonde einen offensichtlich erhöhten Leerlauf hat, stimmt das mit der Falschluft wohl. Außer die Lambdasonde wurde kürzlich erst getauscht, bleibe ich sonst bei meiner Aussage.

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Mittwoch, 24. April 2019, 23:35

Auch mal die Leitung zum Bremskraftverstärker abklemmen. nicht das er hier Falschluft holt....

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Julle

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Montag, 15. Juli 2019, 21:28

Sorry für die späte Antwort, es gab noch weitere "Zwischenfälle" mit dem Wagen.

Ich habe die Lambdasonde inzwischen ausgewechselt und der Motor läuft wieder bedeutend besser. Positiv bemerkbar macht sich die neue Lambda auch im Sprittverbrauch :). Beim letzten Mal auslittern kam ich auf ca. 8,5l/100km. Zuvor waren es meist 9-10l/100km und das obwohl das lange Getriebe drunter ist (CDY glaub ich).
Zu dem anderen Thema siehe bitte gesonderter Thread .

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